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Der Sprungturm im Feldafinger Strandbad ist mittlerweile abgebaut, weil er renoviert werden muss.

Strandbad Feldafing

Preise bleiben heuer stabil

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  • Astrid Amelungse-Kurth
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Sicher ist: Im Feldafinger Strandbad stehen durch die Einführung einer Badeaufsicht Änderungen bevor, die die Gemeinde Geld kosten werden. Aber: Heuer sollen die Preise auf jeden Fall stabil bleiben, versichert Bürgermeister Bernhard Sontheim.

Feldafing – Der Eintritt ins Feldafinger Strandbad kostet aktuell 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder. Dafür genießen sie eine gepflegte Anlage, Toiletten und Duschen und können sich im Gasthaus verpflegen. Damit die Gäste die Anlage und auch den Sprungturm weiter nutzen können, soll ein Bademeister Aufsicht führen. Soweit der Plan der Gemeinde, um sich strafrechtlich abzusichern (wir berichteten). Denn zweifelsfrei handelt es sich beim Strandbad nicht nur um eine Badestelle, die ohne Aufsicht auskäme. Die Preise sollen zumindest in diesem Jahr stabil bleiben.

Das Personal für die Badeaufsicht soll Pächterin Sarah Wiesböck anstellen, machte Bürgermeister Bernhard Sontheim in der Gemeinderatssitzung am Dienstag deutlich. „Sonst hat sie keine Weisungsbefugnis“, ergänzte er auf Anfrage. Es sei sicher nicht einfach, geeignetes Personal zu finden, zumal der Bademeister nur für die Badeaufsicht angestellt wird und „nicht Pizza backen darf“, wie Sontheim betonte. Er will kommende Woche Gespräche mit der Pächterin über das weitere Vorgehen führen.

Der Bürgermeister hat Wiesböck in Aussicht gestellt, dass die Gemeinde sich an den Personalkosten für einen Bademeister beteiligen wird. Refinanziert werden soll der Posten durch Eintrittsgelder, Parkgebühren und Kabinenvermietung. Wie das genau aussieht, ist noch unklar. „In diesem Jahr wird sich nichts mehr an den Eintrittspreisen und an den Gebühren für die Kabinen ändern“, versprach Sontheim auf Anfrage. Auch ein Teil der Einnahmen aus dem Kurbeitrag könnte herangezogen werden.

Insgesamt sollen drei Bademeister eingestellt werden. „Das Strandbad ist mindestens elf Stunden täglich geöffnet“, sagte Sontheim. Für die Abdeckung der Wochenenden und Urlaube müssten es schon drei Mitarbeiter sein. Die wären dann auch dafür zuständig, den Steg mit Gänsezäunen und den Sprungturm mit einer mobilen Leiter abzusichern, wenn kein Bademeister Dienst hat.

Woher er das Personal denn nehmen wolle, fragte Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (FDP) Sontheim. „Ich habe da schon paar Ideen“, versicherte der Rathauchef, aber die wolle er noch nicht verraten. Die Wasserwacht wurde in dem Zusammenhang genannt. Der stellvertretende Vorsitzende der Feldafinger Wasserwacht, Christian Stölting, winkt allerdings ab.

„Das wäre für uns zwar eine tolle Werbung, wenn wir permanent im Strandbad präsent wären“, sagt er. Faktisch sei es aber nicht zu machen. Zum einen, weil die Wasserwachtler ehrenamtlich tätig seien und alle arbeiten würden. „Vielleicht könnten wir am Wochenende einspringen, aber auch dann wird es schwierig, wenn wir einen Einsatz auf dem See haben. Dann können wir im Strandbad nicht mehr absichern.“

Der Sprungturm ist übrigens bereits abgebaut. Allerdings nicht wegen der gesetzlichen Auflagen, sondern weil er renovierungsbedürftig ist.

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