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Wohnungen auf altem Eisstadion

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Von: Sandra Sedlmaier

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Blick aufs alte Eisstadion: Im Hintergrund ist der Kirchturm von St. Peter und Paul zu sehen, daneben die Alte Volksschule, die Ende der 1990er dem Betreuten Wohnen wich. Die heutige Aussicht in dieser Richtung wird von der Turnhalle dominiert, die Anfang der 1990er Jahre gebaut wurde.  
Blick aufs alte Eisstadion: Im Hintergrund ist der Kirchturm von St. Peter und Paul zu sehen, daneben die Alte Volksschule, die Ende der 1990er dem Betreuten Wohnen wich. Die heutige Aussicht in dieser Richtung wird von der Turnhalle dominiert, die Anfang der 1990er Jahre gebaut wurde.   Foto: Archiv Feldafing © Archiv Feldafing

Mitten in Feldafing sollen 24 bis 28 bezahlbare Wohnungen entstehen. Der Verband Wohnen überplant das Grundstück an des ehemaligen Eisstadions, das der Gemeinde Feldafing gehört. Jetzt müssen der Hochwasserschutz am Starzenbach und eine mögliche Altlasten-Belastung abgeklärt werden.

Feldafing – Auf dem alten Sportplatz an der früheren Stadion- und heutigen Fritz-Stöckl-Straße möchte der Verband Wohnen ein Mehrfamilienhaus für Menschen bauen, die im teuren Landkreis Starnberg Probleme haben, eine Wohnung zu finden. Das Grundstück gehört der Gemeinde Feldafing, der Gemeinderat segnete die Pläne einstimmig ab. Jetzt bereitet der Verband Wohnen das VgV-Verfahren vor, eine europaweite Ausschreibung.

Das fragliche Grundstück ist 4500 Quadratmeter groß und befindet sich hinter dem inzwischen abgerissenen Clubheim. Viele Jahre war dort das Feldafinger Eisstadion, wie AUF-Gemeinderat Dr. Michael Keltsch seine Kollegen erinnerte. Verband-Wohnen-Geschäftsführer Andreas Oberhofer und sein Technischer Leiter Wolfgang Robl stellten ihre Ideen für das Grundstück vor. Robl geht von 24 bis 28 möglichen Wohnungen aus, Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen zwischen 50 und 95 Quadratmetern. Details müsste man zusammen mit dem Gemeinderat erarbeiten. Er nannte als Geschoßflächenzahl 2700 Quadratmeter und 1800 Quadratmeter als mögliche Wohnfläche. Robl plädierte für vier Geschosse, auch weil das Grundstück sehr tief liege. „Im Südwesten und im Südosten geht es relativ steil den Hang hinauf.“ Er gab zu bedenken: „Ich kann dann unter einem Dach sieben Wohnungen mehr bauen.“

Die Planungen werden nicht einfach, machten beide Verbandsvertreter deutlich. „Das Grundstück ist von der Topografie her interessant und eine spannende Herausforderung“, sagte Oberhofer. Robl wurde deutlicher: „Es ist ein etwas schwieriges Grundstück. Der Bach und die Kanalleitung bieten schwierige Rahmenbedingungen.“ Er schlug vor, auf eine Tiefgarage möglichst zu verzichten. „Die S-Bahn ist nicht weit weg, man sollte über ein Mobilitätskonzept nachdenken.“ Für die Energieversorgung solle das Gebäude an das in Planung befindliche Nahwärmesystem angebunden werden, sagte Robl und schlug vor, in hybrider Holzbauweise zu bauen. Anders als beim jüngsten Projekt in Gilching könnte das kostengünstig sein. Wobei er klar machte, dass die Baupreis permanent stiegen und Bauen teuer geworden sei.

Robl hatte Bedenken wegen des nahen Starzenbachs und damit verbundenen Baugrundproblemen. Das müsse man mit dem Wasserwirtschaftsamt abklären. Eventuell könnte man den Starzenbach freilegen. Die Bedenken teilte Bürgermeister Bernhard Sontheim nicht. „Wir müssen den Starzenbach aufmachen, weil wir die Sanierung nicht hinbekommen.“ Doch die Rohre lägen relativ tief, daher könne es eine hohe Böschung geben, was wiederum dem Hochwasserschutz zugute käme.

Zudem hatte die Gemeinde vor vier Jahren die Verrohrung des Baches hinter dem Bauhof erneuert und bereits ein Stück Bach freigelegt, um das Gelände des Alten Sportplatzes hochwassersicher zu machen. Das Wasserwirtschaftsamt hatte bei früheren Bauplänen Einspruch eingelegt.

Was Sontheim mehr Sorgen bereitet, ist eine mögliche Kontaminierung des Grundstücks durch Altlasten. Das will der Verband Wohnen ebenso abklären wie mögliche Hochwasserbedenken des Wasserwirtschaftsamtes.

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