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Auf dem Gelände des Gewerbegebiets Wieling will das Starnberger Brauhaus künftig Bier brauen. Der Gemeinderat beschloss dafür nun eine Bebauungsplanänderung.

Wielinger Bier

Feldafings Gemeinderat ebnet Weg für Umzug des Starnberger Brauhauses

Das Starnberger Brauhaus ist schon seit Monaten auf der Suche nach einem neuen Produktionsgelände. Nun sind sie im Gewerbegebiet Wieling fündig geworden. Der Gemeinderat traf am Dienstag erste Vorbereitungen für den Umzug.

Feldafing – Das Starnberger Brauhaus zieht in die Gemeinde Feldafing. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend verschiedenen Bebauungsplanänderungen für das Gewerbegebiet Wieling zugestimmt. Damit ist der Weg frei.

Drei Jahre ist es her, seit Geschäftsführer Florian Schuh im Mai 2016 das erste eigene Bier in Höhenrain gezapft hat. „Innerhalb von neun Monaten haben wir geschafft, wozu andere drei Jahre brauchen. Jetzt haben wir einen festen Platz in der Bierlandschaft, bekommen Aufträge aus Berlin und Hamburg. Aber: Wir kriegen das Bier nicht her“, sagte der Gründer. Die notwendige Erweiterung der Braukapazität ist in Wieling möglich – die dritte in drei Jahren. „Ein schönes Thema“, sagte Schuh lässig. „Wir sind eine starke Marke.“ Der kometenhafte Aufstieg sei umso schöner, weil die Brauerei bisher keinen Euro in Werbung gesteckt habe. Dabei soll es bleiben.

Das Brauhaus soll dem neuesten Stand der Technik entsprechen

Das Starnberger Brauhaus produziert Helles, Kellerbier, Starkbier und Weißbier. In Wieling soll ein 80-Hektoliter-Sudhaus entstehen, wo jährlich 70 000 Hektoliter gebraut werden. Gemäß dem neuesten Stand der Technik, wie Schuh versicherte: energiesparend, wassersparend, frei von Emissionen, landschafts- und klimaschonend.

Der Lkw-Verkehr halte sich in Grenzen: Abfüllung und Auslieferung des Biers erfolgt von einem anderen Standort aus, der Vertrieb ist bundesweit organisiert. „Mehr als ein Lastwagen am Tag kommt nicht“, versprach Schuh. Zudem sei das Brauhaus ein Ausbildungsbetrieb. Ein Bräustüberl mit Biergarten soll in Feldafing auf dem Konversionsgelände entstehen. „Die Starnberger Brauerei wird für Feldafing langfristig gut sein“, versprach der Firmeninhaber.

Der Gemeinderat winkte den Antrag auf Bebauungsplanänderung durch

Der Gemeinderat musste nicht lange überzeugt werden und winkte den Antrag auf Änderung des Bebauungsplans durch. Vorgesehen sind vier Malzsilos und Tanks, die in einem Gebäude versteckt sind. Bautechnisch ein „Horrorszenario“, wie Schuh sagte, weil dafür das Dach so gestaltet sein muss, dass es notfalls angehoben werden müsse, um die Tanks über das Dach aus dem Gebäude zu heben. Architektonisch ist der Bau als Glasbau konzipiert, der bis drei Meter Tiefe unter die Erde geht. Das Ganze soll keinesfalls nach Zweckbau aussehen. „Es wird eine harmonische G’schicht“ beteuerte Schuh, der auch am Gebäude ohne Werbung auskommen will. Die Glasfronten machen sichtbar, dass in dem Gebäude eine Brauerei steckt.

Der Slogan fürs Bier steht auch schon fest: „Bier von da, wo’s am schönsten ist. Gebraut in Feldafing, der Perle am See.“ Darauf stießen die Gemeinderäte an: Florian Schuh hatte ein Zehn-Liter-Holzfass mitgebracht. 

von Astrid Amelungse-Kurth

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