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Die neue Führungsspitze der Feldafinger Wehr: v.l. 2. Kommandant Stefan Gerber, Kommandant Dirk Schiecke und die Vorstandsmitglieder Ruth Mickisch, Stefan Neubauer, Vorsitzender Markus Mörtl und Maximilian Gerber. 

Freiwillige Feuerwehr Feldafing

Mörtl führt in die Ära nach Wolfgang Freund

Bei der Feldafinger Feuerwehr geht eine Ära zu Ende: Wolfgang Freund zieht sich als Vorsitzender zurück. Sein Nachfolger ist Markus Mörtl.

Feldafing – Die Feldafinger Feuerwehr hat einen neuen Vorstand. Im TSV-Tennisheim wählte die Jahreshauptversammlung ein neues Team an die Führungsspitze. Damit geht eine Ära zu Ende, nachdem Wolfgang Freund 35 Jahre im Vereinsvorstand tätig war. „In den langen Jahren gab es Höhen, aber auch Tiefen“, sagte er. „Ich glaube, ich kann mit gutem Gewissen abdanken und meinem Nachfolger eine solide Vereinsbasis übergeben.“

Solide sind nicht nur die Vereinsfinanzen. Der am Freitag frisch ins Amt gewählte erste Vorsitzende Markus Mörtl und sein Stellvertreter Stefan Neubauer übernehmen eine Feuerwehr, die sich sehen lassen kann. Maximilian Gerber ist neuer Kassier und Ruth Mickisch Schriftführerin. Kommandant Dirk Schiecke wurde ebenso wiedergewählt wie sein Stellvertreter Stefan Gerber.

Durchaus überschaubar ist die 75-köpfige Mitgliederzahl. Darunter auch Pfarrer Leander Mikschl, der die aktive Mannschaft mit seinem Wissen über psychosoziale Notfallversorgung unterstützt.

Das Jahr 2017 verlief für die 36 Aktiven alles andere als ruhig. Sie wurden insgesamt zu zehn Bränden gerufen. „In dem Jahr waren die Brandeinsätze wirklich ernst“, sagte Kommandant Schiecke. „Die Atemschutzträger konnten top anwenden, was sie gelernt haben. Im Ernstfall sieht man, wie unsere Leute zusammenwachsen.“ Den Brand eines Porsches brachte die Mannschaft ebenso schnell unter Kontrolle wie das Feuer in der Küche einer Tutzinger Messie-Wohnung.

Für effektiven Hitzeschutz nach modernsten Standards sorgt die nagelneue Einsatzbekleidung. Im Jahr 2017 wurden 20 neue Feuerwehrjacken angeschafft. Inklusive der Zeit für Sicherheitswachen, Tierrettung und Unwetterdiensten brachten es die Feldafinger Brandschützer auf insgesamt 109 Einsätze und 2757 ehrenamtliche Einsatzstunden.

Getoppt werden diese Zahlen vom First-Responder-Team, das mit 286 Einsätzen und 10 514 Dienststunden punktete. „Das ist schon wirklich gewaltig“, betonte Schiecke.

Bauchweh bereitet die mehr als suboptimale Situation im alten Feuerwehrhaus. Die Einsatzkleidung hängt direkt hinter den Löschfahrzeugen. Beim Umziehen atmet die Mannschaft unweigerlich jede Menge gesundheitsschädliche Abgase ein. Aus Sicht des Kommandanten ein Zustand, der schnellstmögliche Abhilfe verlangt.

Bürgermeister Bernhard Sontheim zeigte sich am Freitag zwar offen für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses, erbat sich aus Gründen der aktuell anstehenden Ortsüberplanung allerdings ein Jahr Aufschub: „Wir wollen einen Masterplan für Feldafing machen.“ In seiner Ansprache ließ Sontheim jedoch wissen: „Ihr steht Tag und Nacht zur Verfügung, um anderen zu helfen. Das ist Dienstleistung am Nächsten. An allererster Stelle steht eure eigene Gesundheit.“ Wann die Gemeinde diesen Gesundheitsschutz nun tatsächlich mit einem neuen Feuerwehrhaus herstellt, ist unklar.

Auch Ehrungen kamen am Freitag nicht zu kurz. Josef Auer erhielt das Bayerische Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Maximilian Gerber wurde für 20 Jahre im Feuerwehrdienst ausgezeichnet und zum Löschmeister befördert. Das Diensthalterabzeichen für zehn Jahre Feuerwehr erhielten Leander Mikschl, Michael Riedl, Jörg Schwarzbeck, Johan Albrecht sowie Norbert und Gabriele Neubauer.

Nilda Höhlein

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