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Zwei Feuerwehrfahrzeuge sind in Feldafing am Wochenende offiziell in Betrieb genommen worden.

freiwillige feuerwehr Feldafing

Gottes Segen und Schlüssel im XXL-Format

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28 Jahre hat die Feldafinger Feuerwehr ihr Löschgruppenfahrzeug gehegt und gepflegt. Jetzt wurde das alte Fahrzeug ausgemustert und ein neues feierlich eingeweiht.

Feldafing– Es war ein feierlicher Moment, als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Feldafing in Reih und Glied in das Gotteshaus mit den Fahnenabordnungen ihrer Kollegen aus Maising, Pöcking, Aschering und Tutzing einzogen. Gefolgt von der Blaskapelle Pöcking, Vizelandrat Georg Scheitz, den Bürgermeistern und Gemeinderäten aus Feldafing und Pöcking. Rathauschef Bernhard Sontheim erschien mit der Amtskette um den Hals und in der Hand den symbolischen Autoschlüssel im XXL-Format.

In der Kirche Heilig Kreuz war der Altar festlich geschmückt, passend mit gelben und orangefarbenen Frühlingsblumen, die Gemeinde stimmte das Gloria einer Schubert-Messe an und Pfarrer Leander Mikschl ließ während seiner Predigt durch einen Feuerwehrler demonstrieren, wie schnell die Kameraden bei einem Einsatz in ihre Schutzkleidung springen müssen. „Zwölf Minuten haben sie allerhöchstens Zeit, bis sie im Auto sitzen, und sie wissen nicht, was sie am Einsatzort erwartet“, sagte der Geistliche. Den ernsten Gesichtern der Feuerwehrmänner und -frauen sah man jedenfalls an, dass sein Segen für das neue Auto mehr bedeutet als ein Ritual.

Für den Bürgermeister war es das erste Mal in seiner 15-jährigen Amtszeit, dass er bei einer Feuerwehrweihe dabei war. Kein Wunder, das alte Auto wurde stolze 28 Jahre gehegt und gepflegt, immer wieder umgebaut und angepasst an neueste Anforderungen. Jetzt wird es verkauft, an wen, steht noch nicht fest, die Ausschreibung beschäftigt gerade die Verwaltung.

Lange schon hatten die Feldafinger auf ihren neuen Einsatzwagen HLF 10 gewartet, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug mit MAN-Fahrwerk, wie Kommandant Dirk Schiecke stolz erklärte. Das Auto wurde in Leonding bei Linz von der Firma Rosenbauer nach den Bedürfnissen der Feldafinger angefertigt und ausgestattet mit leistungsstarkem Spreizer und Schere, Rettungsplattform und Gleisfahrwerk, mit neun Sitzplätzen und einem tausend Meter langen Wasserschlauch. Zwei Tage haben die Ehrenamtlichen für die Abnahme und Einweisung investiert, das Auto vor drei Monaten nach Feldafing überführt und auf dem Bauhof abgestellt. Zur Weihe glänzte es mit Blumen geschmückt mit dem neuen Katastrophenschutzauto um die Wette, das die Landesregierung spendiert hatte. Dieser Wagen wird in Pöcking untergestellt und gewartet. Mit seinem ein Kilometer langen Wasserschlauch und mobilen Pumpen ist dieses Auto bei Überschwemmungseinsätzen besonders tauglich. Die Gerätschaften sind aber leicht herausnehmbar, so dass bei Bedarf das Auto auch anderweitig beladen werden kann, etwa mit Lebensmitteln oder Trinkwasser.

Nach dem Gottesdienst ging es zur Segnung in den Hof. Auch der Himmel gab seine Segenswünsche mit ein paar Regentropfen dazu. Der Bürgermeister übergab dann den Schlüssel an Stefan Gerber: „Passt gut auf euch auf“.

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