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So könnte das Forsthaus aussehen: Das Haus mit Spitzgiebel ist der Bestand, dahinter das geplante Hotel.

Uferbereich

Forsthaus am See: Feldafing sagt Ja

Die Erweiterungspläne für den Hotel- und Restaurantbetrieb Forsthaus am See in Possenhofen haben am Dienstag auch den Feldafinger Gemeinderat beschäftigt.

Feldafing/Possenhofen – Sollte das Bauvorhaben des Forsthauses am See realisiert werden, sind die Feldafinger wegen der zu schaffenden Ausgleichsflächen, der Renaturierungsmaßnahmen des Bachlaufes und wegen der Umgestaltung des Uferbereichs in das Vorhaben involviert. An Kosten beteiligen wird sich die Gemeinde aber auf keinen Fall.

„Die Pöckinger sollen das auf ihrer Straße lösen“

„Ich habe klar gemacht, dass die Gemeinde keinen Cent in die Hand nehmen wird“, stellte Bürgermeister Bernhard Sontheim in der Ratssitzung klar. Sein Pöckinger Kollege Rainer Schnitzler stellte das Bauvorhaben zusammen mit den Planern aus Südtirol vor. Das Forsthaus-Grundstück liegt auf Pöckinger Flur, aber Feldafing ist hinsichtlich der zusätzlichen Stellplätze südlich der Königinstraße und wegen der Straße betroffen. Fragen, mit denen sich zunächst ein Verkehrsgutachten, das in Arbeit ist, beschäftigen wird. Tom Schuierer (AUF) jedenfalls findet eine Anbindung über die Königinstraße „unmöglich“: „Die Pöckinger sollen das auf ihrer Straße lösen.“

Im großen Ganzen aber befürworten die Feldafinger das Projekt. Roger Himmelstoss (CSU) sprach den meisten wohl aus dem Herzen: „Der Starnberger See ist hinsichtlich Hotels ein Entwicklungsland.“ Er mahnte aber auch: „Wir müssen nicht werden wie der Tegernsee.“

Schilfgürtel im Bereich des Baches am Seeufer?

Schuierer sieht das Ganze erst einmal pragmatisch. „Das ist ein Pöckinger Vorhaben und sie werden es machen, auch wenn es mich erschüttert.“ Er war der einzige, der damit den neuen Entwurf kommentierte. Im Vergleich zu den allerersten Ideen des Architekturbüros Sunder-Plassmann kommen die Einfälle der Südtiroler Planer eher massiv daher. Im Feldafinger Rat war dies jedoch kein Thema. Vielmehr ging es um die Fragen, die Feldafing betreffen; Bachlauf, Uferbereich, die zu schaffenden Ausgleichsflächen und die Straße, die jetzt schon im Sommer zugeparkt ist. Deswegen forderte Anton Maier (Grüne), den bestehenden Radweg unbedingt zu erhalten.

Weniger gut kam die Idee an, als Ausgleichsfläche im Bereich des Baches am Seeufer einen Schilfgürtel zu pflanzen, weil dort viele im Sommer schwimmen gehen. Markus Hauser (Bürgergruppe) machte deutlich: „Die Herstellung eines Biotops ist eine Schnapsidee.“ Gegen die Stimme von Nandl Schultheiss (CSU), die gegen den Abriss der Ufermauer wäre, stellten die Feldafinger ihr Einverständnis bei der Renaturierung des Bachlaufes in Aussicht. Sontheim ist überzeugt, dass die Gemeinde nur gewinnen kann und der Uferbereich mit der Durchführung des Projekts eine deutliche Aufwertung erfährt.

Von Astrid Amelungse-Kurth

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