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Steve Bache ist Regisseur des Kurzfilms „Der Käpt’n“.

Komparsen gesucht

Filmdreh in Feldafing

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Am Donnerstag fällt die erste Klappe für einen Kurzfilm, der an der DLRG-Station in Feldafing gedreht wird.

Feldafing – Nicht nur die Liebe, auch das Geheimnis des Filmemachens geht direkt durch den Magen. „Das Allerwichtigste ist ein gutes Catering“, sagt Steve Bache. Der junge Mann mit dem Intellektuellenschal muss es wissen. Er ist der Regisseur des Kurzfilms „Der Käpt‘n“, der ab heute in Feldafing gedreht wird.

Bache ist Student an der Filmakademie Baden-Würtemberg in Ludwigsburg. Schon seit Anfang des Jahres widmet er sich intensiv diesem Projekt. Schrieb am Drehbuch, organisierte Fördermittel, suchte nach geeigneten Drehorten. Und suchte nach Schauspielern, die auch ohne Gage mitwirken würden. „Hier kommt das Essen ins Spiel“, sagt Bache und grinst. Ohne gutes Catering am Filmset geht nichts. Deswegen werden auch zwei Köche während der Dreharbeiten dafür sorgen, dass keiner mit knurrendem Magen schauspielern muss. Aber ganz im Ernst: „Am Essen allein liegt es natürlich nicht. Es muss die Geschichte sein, die die Schauspieler fasziniert, die Aussicht darauf, auch in Deutschland mal etwas anderes als immer nur den Arzt oder den Polizisten zu spielen“, sagt der 26-Jährige.

Die Story und das Essen überzeugten

Und seine Geschichte in „Der Käpt‘n“ überzeugte die Hauptdarsteller Björn Bugri aus Berlin und Luis Vorbach aus Kaufbeuren. Regisseur Bache will dabei eine Vater-Sohn-Geschichte erzählen. Der Protagonist ist Rettungsschwimmer. Nach einem schweren Unfall kann er seinem Beruf allerdings nicht mehr nachgehen. Das wiederum vermag er nicht, seinem Sohn zu erzählen. Ein Konflikt bahnt sich an.

Woher kommt die Idee zu diesem Film? „Aus meinem eigenen Leben. Als ich elf war, brach mein Vater bei einer gemeinsamen Bergwanderung zusammen“, erinnert sich Bache. Schwäche, Verletzlichkeit und Sterblichkeit zuzugeben, falle Männern schwer.

Die schönste DLRG-Station Oberbayerns

Leicht fiel indes die Wahl des Drehortes: „Zwei Tage lang sind wir rund um alle Seen in Oberbayern gefahren. Und haben schnell festgestellt, dass es in Feldafing an der DLRG-Station am schönsten ist.“ Hier fällt heute die erste Klappe. Doch auch wenn die Dreharbeiten beginnen – es fehlt noch an Komparsen. „Wir brauchen da alle möglichen Leute in Alltagskleidung“, sagt Bache. 10 bis 15 dürften es gern sein, die vielleicht bei einem Film des nächsten Spielberg mitmachen. Sie sollen die Besucher einer Party spielen. Geld gibt es keines, dafür die Möglichkeit, einen halben Tag lang auf einem richtigen Filmset zu sein und – natürlich – gutes Essen. Wer Interesse hat, sollte sich bei Produzentin Simona Weber unter Tel.: (0176) 30 54 07 68 melden.

Ende des Jahres soll der Film, wenn alles klappt, fertig sein. Dann soll er auf verschiedenen Festivals – vielleicht sogar auf dem Fünfseen-Filmfestival – laufen. Ob und wann dann allerdings die breite Öffentlichkeit den Film zu sehen bekommt, der da gerade in Feldafing entsteht, das steht noch in den Sternen. Aber bei zwei Köchen am Drehort und so viel Enthusiasmus kann eigentlich nichts schiefgehen.

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