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Die idyllische Roseninsel.

Welterbe

Kontrolle der Bojen an der Roseninsel

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Starnberg – Seit fast vier Wochen stehen die Bojen rund um die Roseninsel. Sie sollen mithelfen, das Weltkulturerbe zu schützen, das, von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeachtet, im flachen Wasser vor dem Ufer liegt.

Dabei handelt es sich um 5000 Jahre alte Reste von Pfahlbauten, die erstaunlich geschickte Steinzeitmenschen damals errichtet hatten (wir berichteten mehrfach).

Doch das historisch einmalige Erbe wird mit Füßen getreten – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder waten Bootsfahrer durch das flache Wasser zur Insel, ankern direkt davor. Das beschädigt die uralten Holzbalken, die im Schlick liegen. Selbst die Wellen, die kleinere Boote verursachen, sorgen dafür, dass sich das Kulturerbe nach und nach auflöst.

Deswegen wurden drei große und schwere Bojen im Wasser verankert. Darauf montiert sind große Schilder: „Schutzzone Unesco-Welterbe Pfahlbauen“ ist darauf zu lesen. Sie sollen alle, denen nicht klar ist, was da für ein Schatz im Wasser liegt, noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass das Betreten und Befahren der Schutzzone nicht erlaubt ist. Und das soll vorerst auch reichen, sagt die Pressesprecherin des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dorothee Ott. „Die Bojen stehen gerade mal seit ein paar Wochen – ein Erfolg oder Misserfolg ist da nicht nachweisbar.“ Sie plädierte dafür, dass man jetzt erst einmal abwartet. Und befindet sich damit genau auf Linie mit dem Landratsamt in Starnberg: „Wir versuchen, die Öffentlichkeit mit den Bojen und der damit verbundenen Berichterstattung zu sensibilisieren und an die Vernunft der Menschen zu appellieren“, so die Sprecherin der Kreisverwaltung, Barbara Beck.

Im Heimatministerium wurden denn auch gestern Medienberichte dementiert, wonach sich Heimatminister Markus Söder höchstselbst für den Schutz des Weltkulturerbes stark machen und bei Landrat Karl Roth anrufen wolle: „Das ist so nie gesagt worden“, so Pressesprecher Dennis Drescher. Statt dessen wolle man die Sache jetzt beobachten und dann im Winter mit allen Beteiligten genau auswerten.  

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