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„Forest for Rest“ ist der Siegerentwurf. Er will den großen Freiraum des Geländes bewahren. Vorhandene Gebäude sollen in eine neue Struktur eingebettet werden mit Schwerpunkt Gesundheit, Freizeit und Erholung, um ein ruhiges Quartier mit stressfreier Atmosphäre zu schaffen.

Konversion in Feldafing

Spanische Ideen fürs Militärareal

Feldafing – Die Artemed-Klinik auf dem Feldafinger Konversionsgelände (ehemalige Fernmeldeschule) ist auf den Weg gebracht. Jetzt geht es weiter mit den ersten Vorbereitungen, das restliche Gelände südlich der Siemensstraße zu beplanen.

Dafür beteiligte sich die Gemeinde an dem Architektenwettbewerb Europan13, der weltweit größten Wettbewerbsplattform für junge Architekten und Planer.

Der Europan 13-Wettbewerb wurde an 49 Standorten in 15 Ländern ausgelobt. Europaweit wurden 1177 Entwürfe eingereicht, in Deutschland waren es 141 Vorschläge für insgesamt acht Standorte. Für Feldafing wurden 13 Entwürfe abgegeben und beurteilt. Im November fand die Jurysitzung statt, im Dezember reiste Bürgermeister Bernhard Sontheim zur Preisverleihung nach Berlin, um die Siegerentwürfe entgegenzunehmen. Jetzt hat er die als „Forest for Rest“ und „The Magic Park of Feldafing“ bezeichneten Entwürfe den Ratskollegen in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt. Die Öffentlichkeit wird im nächsten Infobrief der Gemeinde unterrichtet. Zudem wird es dazu eine Bürgerversammlung am 7. März geben, zu der auch die Architekten anreisen, um mit den Feldafingern zu diskutieren.

Zwei spanische Architektengruppen sind als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen. „Forest for Rest“ ist der Siegerentwurf. Er will den großen Freiraum des Geländes bewahren. Vorhandene Gebäude sollen in eine neue Struktur eingebettet werden mit Schwerpunkt Gesundheit, Freizeit und Erholung, um ein ruhiges Quartier mit stressfreier Atmosphäre zu schaffen. Das Gelände wird dafür in Streifen aufgeteilt, die von den vorhandenen Sturmblockhäusern ausgehen. Das Wirtschafts- und Kantinengebäude wird als mögliches Museums- oder Konferenzzentrum und öffentliches Gebäude erhalten mit einem davor angelegten Marktplatz als Bindeglied zur Ortsmitte Feldafing. Zur Nutzung vorgeschlagen wurden Hotels, Angebote für Gesundheit, Wellness, Spa sowie Sport. Die Architektur soll sich in die Landschaft einfügen, wobei die Sturmblockhäuser bleiben und die Maße für die neue Architektur vorgeben, die als „Echo“ fungieren soll. Der parkähnliche Charakter bleibt, der Verkehr soll ferngehalten werden. Der Vorteil der Streifen liegt darin, das Areal schrittweise entwickeln zu können.

Der Entwurf „Magic Park“ ist lockerer angelegt, der Begriff Thomas Manns „Zauberberg“ (Magic Mountain) entlehnt. Eine offene Landschaft ohne Zäune und Grenzen, mit Gebäuden, die sich der Natur unterordnen und wie entwurzelte Bäume nach einem Sturm lose auf der Fläche verteilen. Ein Wege-, kein Straßensystem soll, ähnlich wie bei der Idee des gegenüberliegenden Lenné-Parks, spannungsreiche Ausblicke und Sichtbeziehungen schaffen. Die Sturmblockhäuser könnten als Museum, Schulungszentrum, für betreutes Wohnen, Forschungseinrichtungen dienen, die vorhandenen Wirtschaftsgebäude und das Casino bleiben erhalten und sollen einer multifunktionalen Nutzung mit Jugendzentrum und Einkaufsmöglichkeiten zugeführt werden. Im Norden schlagen die Planer Hotels, Restaurants und ein öffentliches Bad vor sowie einen Blumenmarkt. Im Süden sollen als Übergang zu den Sportflächen Wohnhäuser entstehen. Die anderen Gebäude des Altbestandes werden abgerissen, um den Park zu stärken und einer leichteren Architektur Platz zu schaffen. Als Nutzung werden auch hier Gesundheit (in Zusammenhang mit der Klinik), Wohnen, kulturelle und touristische Angebote vorgeschlagen.

Der „Magic Park“ will gewachsene Strukturen erhalten und die Natur als offene Parklandschaft mit freigelegten Bachläufen erlebbar machen. Fuß- und Radwege sollen das Areal mit der Ortsmitte verbinden und den Autoverkehr, für den Parkmöglichkeiten geschaffen werden, fern halten. Entschieden ist noch gar nichts. Bürgermeister Bernhard Sontheim will am 7. März den Bürgern die Ideen im Bürgersaal vorstellen, die nur eine mögliche Gangart aufzeigen sollen. ak

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