Konversionsgelände

Managerin macht weiter

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Feldafing - Was tun mit 36 Hektar Fläche in bester Lage? Ideen für die künftige Nutzung des ehemaligen Bundeswehrgeländes in Feldafing liefert die Konversionsmanagerin Dr. Katharina Winter. Jetzt geht es um die Verlängerung ihrer Stelle.

Für Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim ist Dr. Katharina Winter immens wichtig. Die Konversionsmanagerin hilft Gemeinde und Landkreis, Ideen für den Platz zu entwickeln, der sich im Jahr 2020 auftut. Dann verlässt die Bundeswehr Feldafing. Dann sollte klar sein, was auf dem mehr als 30 Hektar großen Areal passiert.

Auf fünf des insgesamt 36 Hektar großen Geländes baut die Artemed Klinik bereits. Was tun mit dem Rest? Wohnen, arbeiten, Freizeit verbringen? In welchem Rahmen und in welcher Dimension? Dafür will Konversionsmanagerin Dr. Katharina Winter Anstöße geben. Es gab bereits Seminare zu Wohnformen und eine Trendstudie für den Landkreis (wir berichteten). Neueste Idee: CoWorking, zu deutsch: zusammen arbeiten – wobei Winter unterstreicht, dass es dabei um mehr geht, als sich einen Schreibtisch zu teilen. Eine Veranstaltung dazu ist für Montag, 12. Dezember, geplant. Nach einer Begehung der Konversionsfläche um 14 Uhr wird ab 15 Uhr im Bürgersaal diskutiert. Klaus- Peter Stiefel vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation redet über „Faszination Co-Working – warum Co-Working mehr ist als reine Raumvermietung“. Und es geht um die Umsetzung in die Praxis. Gregor Gebhardt von FriendsFactory München und Roland Althammer vom Institut für Form und Farbe Herrsching berichten (Anmeldung: winter@gfw-starnberg.de).

Winter hat für den Rundgang eine provokante Überschrift gewählt: „Blackbox Konversionsfläche? Vom Sturmblockgebäude bis zum Schwimmbad“. Es gehe darum, offen zu sein und vorhandene Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen. „Das Schwimmbad ist alt und einsturzgefährdet, ich weiß“, räumt sie ein. Aber man könnte sich was überlegen. In Berlin habe sie in einem mit Sand aufgefüllten Schwimmbad Beachvolleyball gespielt. Das sei vielleicht keine Option für Feldafing, aber: „Wir haben die alte Bausubstanz, da müssen wir schauen, was dazu passt.“

Sie will Themen anstoßen, deren Bedeutung über Feldafing hinausgeht. „So ist die Stelle beschrieben.“ Deshalb werde sie zu 80 Prozent vom Finanzministerium gefördert. Bis Ende Februar zumindest, jetzt steht eine Verlängerung an. Winter bereitet gerade den Antrag ans Ministerium vor.

Sontheim begrüßt das: „Die Fläche ist derart groß, da ist es notwendig und sinnvoll, eine Konversionsmanagerin zu haben“, sagte er im Kreisausschuss, der einstimmig eine weitere Beteiligung zur Finanzierung der Managerin beschloss. Jetzt müssen noch Gemeinderat und Kreistag zustimmen. Sowohl Landkreis als auch Gemeinde sind mit je rund 38 000 Euro gefordert. Insgesamt geht Winter von 250 000 Euro Kosten bis zum Februar 2019 aus. Im Feldafinger Gemeinderat ist die Konversion am kommenden Dienstag, 15. November, Thema. Beginn der Sitzung ist um 19.30 Uhr im Feldafinger Rathaus.

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