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Nach Petition zum Albers-Anwesen: Tutzingerinnen drängen auf Öffnung im Mai

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Von: Tobias Gmach

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Wollen Fakten auf dem Hans-Albers-Anwesen schaffen: Lucie Vorlickova (l.) und Stefanie Knittl aus Tutzing.
Wollen Fakten auf dem Hans-Albers-Anwesen schaffen: Lucie Vorlickova (l.) und Stefanie Knittl aus Tutzing. © Dagmar Rutt

Die Tutzingerinnen Lucie Vorlickova und Stefanie Knittl lassen beim Thema Hans-Albers-Anwesen nicht locker. Nach ihrer Petition im Bayerischen Landtag drängen sie nun auf anderem Wege auf die Öffnung des Areals für die Bevölkerung.

Garatshausen – Die Tutzingerinnen Lucie Vorlickova und Stefanie Knittl wollen auf dem Anwesen der Hans-Albers-Villa in Garatshausen Fakten schaffen. Nach der Petition, die sie im Bayerischen Landtag eingereicht haben, unternehmen sie nun den nächsten Vorstoß, um das Gelände der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – und um zu verhindern, dass die Technische Universität München (TUM) dort ihre Nachwuchstalente fördert. Das ambitionierte Ziel: die Öffnung des Villenparks ab Mai. Davor wollen die Frauen mit professioneller Unterstützung für Verkehrssicherheit sorgen und sich ums Aufräumen auf dem Albers-Anwesen kümmern – finanziert durch Spenden.

Vorlickova und Knittl wandten sich Anfang der Woche an Dieter Knauer, den Geschäftsführer des Staatsbetriebs Immobilien Freistaat Bayern, der die landeseigenen Liegenschaften verwaltet. Der Betreff des Schreibens, das dem Starnberger Merkur vorliegt: „Bitte um Zutritt zur Parkanlage des Albers-Anwesens in Garatshausen im Rahmen eines Ramadama zur Herstellung der Verkehrssicherung der waldbestandenen Parkanlage und Öffnung für die Allgemeinheit zu gewöhnlichen Tagesöffnungszeiten im Mai 2022“. In einem ersten Schritt gehe es darum, das Areal zu säubern sowie Büsche und Bäume im Sinne der Verkehrssicherungspflicht zurechtzuschneiden – damit der Öffnung des Anwesens buchstäblich nichts mehr im Wege steht.

Stummer Protest: Dieses Schild hängt an einem der Villenzugänge.
Stummer Protest: Dieses Schild hängt an einem der Villenzugänge. © privat

Abstimmen wollen sich Vorlickova und Knittl dem Schreiben nach mit der Unteren Naturschutzbehörde, einem „ortskundigen, anerkannten und professionellen Gartenbauunternehmen“, einem Baumpflegeunternehmen sowie einem Experten des Bürgerbündnisses Denkmalnetz Bayern. Das Duo rechnet mit Kosten von 5000 bis 10 000 Euro für die Maßnahmen, sie hätten Spendenzusagen aus Tutzing und Garatshausen. Und es gebe Ehrenamtliche, die beim Saubermachen helfen wollen.

Den Hinweis, die Verkehrssicherungspflicht zu forcieren, um die Öffnung zu erwirken habe ihnen der Förderverein der Tutzinger Kustermann-Villa auf Nachfrage gegeben, sagt Vorlickova. Und wie sind die Erfolgsaussichten? Eine Antwort auf diese Frage bekam der Starnberger Merkur am Mittwoch bis Redaktionsschluss nicht von der Immobilien Freistaat Bayern. Vorlickova und Knittl haben auch noch nichts gehört, sie hatten eine Rückmeldung bis Montag erbeten.

Am Rande: An einem Eingang zum Albers-Anwesen war ein Schmierfink zugange. Eine Tafel mit der Aufschrift „Vorsicht! Wachsamer Nachbar“ ergänzte derjenige um „Keine TUM an der Albers-Villa“. Vorlickova stellt klar: „Wir waren das nicht.“

Bürgersprechstunde zum Albers-Anwesen von Petentinnen

Zur Sprechstunde für interessierte Bürger zum Albers-Anwesen laden Vorlickova und Knittl für Sonntag, 13. Februar, von 15 bis 16.30 Uhr. Sie informieren über ihre Petition (www.albersfueralle.de) und beantworten Fragen – etwa warum es unterschiedliche Petitionsgegenstände gibt, wie die Petition begründet ist und welche Nutzung des Albers-Anwesens sie vorschlagen. Es besteht Maskenpflicht. Treffpunkt ist am Hans-Albers-Weg 6 in Garatshausen (am Einfahrtstor).

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