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Ein Prost auf die neue Klinik (v.l.): Chefarzt Dr. Adrian Grund, Klinikleitung Kathrin Berkenkamp, Geschäftsführer Dr. Simon Machnik, Pflegedienstleiter Benjamin Wülfert, Chefarzt Prof. Dirk Sander, Chefärztin Dr. Sonja Herzberg und die Geschäftsführer Dr. Clemens Guth und Prof. Dr. Rainer Salfeld.
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Das neue Therapiegerät Myra probiertenLandrat Karl Roth (r.), Therapeutin Julia Weirich und Prof. Sander aus.
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Uwe Laue war der erste Patient in der neuen Klinik. Oberarzt Dr. Gottfried Dietl und Ergotherapeutin Andrea Kalantary begleiteten ihn.
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Dr. Sonja Herzberg am neuen Bewegungsbad.
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Neue Geräte: Der Oberarzt der Geriatrie, Patrick Gruber-Voerkelius, in einem Zimmer.
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Therapeuten bei der Arbeit. 
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Blick ins neue Benedictus-Krankenhaus.
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Blick ins neue Benedictus-Krankenhaus.

Neue Klinik in Feldafing

Modern, hell, neu: Das ist das neue Benedictus-Krankenhaus 

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Die Eröffnung des Feldafinger Benedictus-Krankenhauses haben am Samstag rund 200 Festgäste gefeiert. Gestern kamen dann auch die Hauptpersonen: Rund 120 Patienten sind von der alten Klinik in den Neubau auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände umgezogen.

Feldafing – Viel Licht, angenehme Farbtöne, große Räume, jede Menge Glas, übergroße, farbenfrohe Landschaftsfotos – und überall lächelnde Gesichter: Das neue Feldafinger Benedictus-Krankenhaus der Artemed-Gruppe hat sich zu seiner Segens- und Einweihungsfeier am Samstag bestens präsentiert. Die einzigen, die fehlten, waren die, für die das Krankenhaus errichtet wurde: die Patienten. Die rund 200 Festgäste nutzten die Abwesenheit der Hauptpersonen und schauten sich das Haus ganz genau an. Sie hatten das neue Klinikgelände problemlos gefunden, auch wenn der große Bau durch den hohen Baumbestand von der Straße aus kaum zu sehen ist – in ganz Feldafing wiesen am Samstagmorgen bereits neue Wegweiser auf die Klinik hin.

Das Krankenhaus bietet auf vier Stockwerken viel Platz für Therapie inklusive Schwimmbad, modernste Diagnostik inklusive Computertomograf und sehr viel Wohlfühlambiente inklusive Natur- und zum Teil Seeblick. Artemed-Geschäftsführer Dr. Clemens Guth sprach vom „Krankenhaus des 21. Jahrhunderts“. Die Patienten hätten oft schwere Schicksalsschläge hinter sich. „Das ist unser Ansporn: zurück ins Leben.“ Entsprechend seien die Schwerpunkte beim Neubau gesetzt worden. Im Erdgeschoss sind die Therapiebereiche und die Schmerzklinik, in den Obergeschossen die Geriatrie, die Neurologie und die Orthopädie. Alle Abteilungen bekamen einen Segen: Tutzings Pfarrer Peter Brummer, seine evangelische Kollegin Susanne Räbiger, Schwester Veronika Sube und Diakon Werner Schwarzwalder hielten vor dem Festakt im großzügigen Foyer eine kirchliche Feier ab.

Klinik in Feldafing kostete „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ 

Der zusätzliche Platz im Neubau – am Dr. Appelhans-Weg war nur Raum für 120 Patienten – ist auch der Nachfrage geschuldet. Das Feldafinger Benedictus-Krankenhaus genießt einen guten Ruf als Reha-Klinik, den Herwig Heide vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bestätigte. „Die große Inanspruchnahme des Benedictus-Krankenhauses Feldafing in der Bevölkerung zeigt, dass Artemed in dem anspruchsvollen Umfeld der bayerischen Krankenhauslandschaft seinen eigenen Weg findet.“ Er gratulierte der Artemed-Gruppe, zumal der Neubau zur Gänze aus Eigenmitteln finanziert wurde. „Ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag, Hut ab!“

Prof. Peter Henningsen, Altdekan der medizinischen Fakultät der TU München, lobte das Ambiente, das Studenten am Lehrkrankenhaus Feldafing vorfinden. „Der Titel Akademisches Lehrkrankenhaus ist beliebt, aber es gibt ihn nicht umsonst“, sagte der Mediziner. „Hier wird Raum geschaffen, in dem Lehrende und Lernende Zeit füreinander finden.“

Lob gab es auch von Landrat Karl Roth. „Das Standing, dass Sie sich im Landkreis erarbeitet haben, strahlt aus.“ Dass der Landkreis Starnberg die größte Krankenhausdichte habe, komme vor allem der Bevölkerung zugute.

So sah es auch Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim. „Wir wären ja blöd gewesen, wenn wir diese Einrichtung hätten gehen lassen“, sagte er. Gerade die Kooperation zwischen dem Tutzinger und dem Feldafinger Benedictus-Krankenhaus sei wichtig, damit Akut- und Nachbehandlung eng beieinander lägen. Zuvor hatte er von Guth ein großes Lob erhalten: „Ohne Sie würde diese Klinik hier nicht stehen.“ Das freute Sontheim, der das Lob zurückgab: „Ich möchte diese Klinik als Perle in der Perle am See bezeichnen.“

Umzug klappt wie am Schnürchen

Die Perle wurde gestern mit Leben erfüllt: 120 Patienten zogen ein. Alle Mitarbeiter, 250 Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsangestellte, waren dafür im Einsatz. Die vier Intensivpatienten brachte das BRK. Die übrigen, die zumindest mit Krücken mobil waren, fuhren in Kleinbussen. Zur Sicherheit hatte jeder Patient eine Tasche mit Informationen umgehängt. „Es klappt gut“, sagte Pressesprecherin Sylke Will am Nachmittag.

Ende nächster Woche zieht die Schmerzklinik aus Tutzing ein. Mittelfristig soll der Mitarbeiterstamm auf insgesamt 400 wachsen. Bei der Suche helfen die 68 Mitarbeiterwohnungen, die neben dem Neubau entstehen. Laut Pflegedienstleiter Benjamin Wülfert gibt es schon etwa 40 Interessenten dafür.

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