Bei Rückfahrt nach Feldafing

Drama an S-Bahn: Zugtür klemmt Fahrrad ein und verletzt junge Mutter und ihr Baby

  • vonSandra Sedlmaier
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Dramatischer Augenblick an einer S-Bahn aus München Richtung Feldafing. Die Zugtür verletzte eine junge Mutter und ihr Baby. Nun ermittelt die Polizei.

  • Eine Zugtür einer S-Bahn nach Feldafing hat ein Fahrrad eingeklemmt.
  • Eine junge Mutter und ihr Baby wurden dadurch verletzt.
  • Der Vater sowie eine weitere Tochter mussten hilflos zuschauen.

Feldafing - Es passierte am Feiertag vergangene Woche: Das Rad einer 34-jährigen Feldafingerin wurde von den S-Bahn-Türen eingeklemmt, wie die Bundespolizei mitteilt. Mit Mühe konnten die Frau und ihr in der S-Bahn befindlicher Ehemann das Rad befreien – zum Glück: Denn auf dem Rad war auch der sechs Monate alte Sohn im Kindersitz. Er wurde leicht verletzt, die Mutter erlitt Schürfwunden und Prellungen.

S-Bahn-Tür schließt: Junge Mutter und Baby auf Fahrrad eingeklemmt

Die vierköpfige Feldafinger Familie war auf dem Heimweg von einer Radtour und fuhr mit der S-Bahn nach Süden. Die 34-jährige Mutter, die auf ihrem Rad ihr Baby im Kindersitz dabei hatte, wollte gegen 16 Uhr an der Haltestelle Feldafing aussteigen. Die Frau hatte das Fahrrad noch nicht ganz über die Schwelle geschoben, als sich die Türen wieder schlossen und das Hinterrad einklemmten.

Der Ehemann (38) versuchte vom Inneren der S-Bahn aus, das Hinterrad durch die Türen zu schieben, seine Frau zog von außen. „Durch den Kraftaufwand gelang es schließlich, das Hinterrad zu lösen, und das Fahrrad stürzte durch den Schwung samt Mutter und Kind, das einen Fahrradhelm für Kleinkinder trug, auf den Bahnsteig“, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Unfall mit S-Bahn-Tür: Reisende helfen junger Mutter - Baby blutet aus Mund

Mehrere Reisende halfen der jungen Frau sofort und alarmierten Rettungskräfte. Der kleine Bub blutete aus dem Mund, die leichte Blutung konnte laut Polizei noch vor Ort gestillt werden. Mutter und Sohn kamen zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Die 34-Jährige, eine gebürtige Finnin, erlitt Prellungen und Schürfwunden an der Schulter, der Bub trug nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei keine schwereren Verletzungen davon, blieb jedoch zwei Tage zur stationären Beobachtung dort.

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Nach Unfall bei Feldafinger S-Bahn: Polizei sucht Zeugen

Der deutsche Ehemann und die ältere Tochter hatten es nicht mehr aus der S-Bahn geschafft. Der 38-Jährige informierte beim nächsten Halt in Tutzing den Triebfahrzeugführer über den Vorfall. Der hatte nach derzeitigem Ermittlungsstand nichts davon bemerkt, heißt es im Polizeibericht. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Laut Polizeisprecherin ist das ein Routinevorgang. „Wir ermitteln und prüfen, ob sich der Anfangsverdacht erhärtet.“ Bei der S-Bahn habe es sich um ein älteres Modell gehandelt.

Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt in der S-Bahn oder am Bahnsteig machen können. Insbesondere werden die noch unbekannten Helfer am Bahnsteig gebeten, sich unter(089) 515 55 01 11 zu melden.

Lesen Sie auch: Seine Eile wurde ihm zum Verhängnis: Ein junger Emmeringer (24) wollte am Marienplatz in die S-Bahn einsteigen, die bereits anfuhr, und wurde dabei schwer verletzt.

Von dem 19-jährigen Leon aus Vaterstetten fehlt seit Montag jede Spur, nun sucht die Polizei nach ihm.

Rubriklistenbild: © Philipp Guelland 

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