Gute Trainingsbedingungen: Mandela, Profi-Boxer und Sprint-Profi über 400 Meter, dieser Tage auf der Tartanbahn im Feldafinger Buchheim-Stadion
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Gute Trainingsbedingungen: Mandela, Profi-Boxer und Sprint-Profi über 400 Meter, dieser Tage auf der Tartanbahn im Feldafinger Buchheim-Stadion

Gemeinderat beschließt

Stollenschuhe anziehen, kein Alkohol und mehr: Das sind die neuen Regeln für Feldafings Sportplatz

  • vonSandra Sedlmaier
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Für das Klaus-Buchheim-Stadion in Feldafing gelten künftig neue Regeln. Unter anderem ist Alkoholkonsum auf den Sportflächen verboten. Hintergrund der neuen Stadion-Ordnung ist auch, die Tartanbahn zu schützen. Das Rasenspielfeld darf nur von Schulen und TSV genutzt werden.

Feldafing – Das Besondere am Klaus-Buchheim-Stadion in Feldafing ist, dass es grundsätzlich offen ist für alle, die sich sportlich betätigen wollen. Seit das Stadion vor knapp zwei Jahren für insgesamt 550 000 Euro renoviert wurde und unter anderem eine neue Tartanbahn bekommen hat, ist es noch beliebter. Auch der Basketballplatz innerhalb der grünen Tartanbahn wird gut angenommen (siehe auch Polizeimeldung rechts). „Eine der erfolgreichsten Jugendaktionen in der Gemeinde – ungewollt“, stellte AUF-Gemeinderat Tom Schuierer in der jüngsten Ratssitzung fest. Nun hat der Gemeinderat Regeln für die sportliche Betätigung beschlossen. Die Vorlage erarbeiteten TSV-Vertreter, der die Anlage vornehmlich nutzt, der Bauverwaltung und Liegenschaftsreferent Michael Keltsch (AUF).

Es handelt sich um 15 Regeln, die in die Bereiche Allgemeines, Sportflächen, Rasennutzung und Haftung aufgeschlüsselt sind. Maximiliane Gerber (BGF) meldete sich als Erste: „Mir fehlt der Alkohol“, sagte sie. Zunächst sollte dieser Hinweis unter „Allgemeines“ aufgenommen, dann landete er in Punkt 2.3. bei den „Sportflächen“. Dort heißt es nun: „Das Rauchen und der Genuss von Alkohol ist auf den Sportflächen verboten.“ Nandl Schultheiß wies darauf hin, dass dann der Sekt beim Neujahrsanschießen der Böllerschützen auf den Tribünen gereicht werden müsse.

Streitpunkt: Nordic-Walking-Stöcke auf der Tartanbahn

Ein Streitpunkt war die Nutzung von Nordic-Walking-Stöcken auf der Tartanbahn. Bürgermeister Bernhard Sontheim hätte sie ebenso wie alle anderen spitzen Gegenständen am liebsten ganz verboten – er hat die vielen Löcher in der alten Bahn noch vor Augen und den Preis für die neue: rund 400 000 Euro. Jemand habe ihm neulich ein Foto zugeschickt von einem Sportler, der auf Inlineskates und mit Stöcken die Feldafinger Bahn benutzte. „Das ist Irrsinn“, sagte Sontheim in der Gemeinderatssitzung. Er schlug vor, die Nutzung dieser Stöcke ganz zu untersagen und sie auch nicht, wie im Entwurf vorgeschlagen, mit Schutzkappen zuzulassen. Dabei seien die Stöcke nicht schlimmer als die Bucheckern im Herbst, die sich in die Bahn bohren, führte Schultheiß an. Durchsetzen konnte sich der Bürgermeister nicht: Walkingstöcke sind weiter erlaubt.

Wichtig waren dem TSV und dem Bauamt, dass die Rasenflächen nur mit Fußballschuhen betreten werden dürfen. „Darüber haben wir sehr diskutiert“, sagte Keltsch. „Der Rasen wird mit viel Aufwand gepflegt.“ Deshalb sollten Freizeitfußballer dort nicht spielen. Der Hauptplatz ist überhaupt nur von Schulen und Verein zu nutzen.

Das Befahren der Sportflächen mit jeglichen Fahrzeugen inklusive Roller und Kinderwagen ist verboten. Auf Vorschlag Schuierers wurde aufgenommen, dass die Hilfen mobilitätseingeschränkter Nutzer, also zum Beispiel Rollatoren, erlaubt sind. Hunde müssen angeleint werden, die Nutzung der Sportflächen erfolgt natürlich auf eigenen Gefahr.

Kurz wurde auch noch die erlaubte Nutzungszeit angesprochen. Sontheim fragte nach, ob es eine Zeitbeschränkung geben könne: „Sonst könnte man nachts Basketball spielen.“ Solche Regeln habe man bewusst herausgelassen, so Keltsch. „Dafür gibt es ja Vorschriften.“ Ziel war es, die Stadionordnung so simpel und kurz wie möglich zu halten. Die Regeln, die auf einer Seite Platz haben, sollen an allen Zugängen ausgehängt werden.

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