Große Taschen voller Sand legen die Ufermauer frei: Bauleiter Christian Strobel (vorne l.) und seine Kollegen setzen die Säcke ab, PEWU-Chef Andreas Keller, Architekt Dr. Klaus Pilz und PEWU-Mitarbeiterin Theresa Janik (hinten v.l.) beobachten die Aktion.
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Große Taschen voller Sand legen die Ufermauer frei: Bauleiter Christian Strobel (vorne l.) und seine Kollegen setzen die Säcke ab, PEWU-Chef Andreas Keller, Architekt Dr. Klaus Pilz und PEWU-Mitarbeiterin Theresa Janik (hinten v.l.) beobachten die Aktion.

Sanierungsarbeiten starten

Strandbad Feldafing: Mit Sandsäcken gegen das Seewasser

  • vonSandra Sedlmaier
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Trotz der Arbeiten im Feldafinger Strandbad könnte die Badesaison termingerecht beginnen. Seit gestern wird die Baustelle für die Sanierung der Ufermauer und der Stützmauer neben der Treppe eingerichtet. Ob das Bad im Mai aufsperrt, hängt vor allem von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

Feldafing – Wie sperrt man einen See aus? Mit großen Sandsäcken, die eng aneinandergereiht und mit Plastikfolie verstärkt eine Barriere bilden. Im Fachjargon heißen diese Säcke „Big Bags“, große Taschen. Rund 20 dieser wirklich großen und schweren, mit Sand gefüllten Taschen halten das Wasser des Starnberger Sees von der maroden Ufermauer im Feldafinger Strandbad ab. Gestern wurden sie angeliefert und mit einem Autokran an Ort und Stelle gebracht.

Bei Sonnenschein und frühlingshafter Temperatur stehen die Mitarbeiter der Firma Strobel im Wasser des Starnberger Sees und nehmen die Sandtaschen entgegen, die ihnen der Autokran von jenseits des Lokals anreicht. Für die Betonsanierung muss der Wasserpegel niedrig sein. Die Sandsäcke allein reichen dafür aber nicht – das Seewasser muss zusätzlich abgepumpt werden. Dafür kommt ein Absetzcontainerbecken auf das Gelände, wie Andreas Keller vom Kommunalunternehmen PEWU sagt, das die Arbeiten begleitet. Die Betonsanierung der Ufermauer ist das eine, das Stützen der Stützmauer neben der Treppe das andere. Mit den Arbeiten für deren Unterstützung durch einen unterirdischen Betonblock werde Ende der Woche begonnen, schätzt Keller. Insgesamt rechnet er mit einem Abschluss der Arbeiten für Ende Mai. Die Kosten liegen bei 312 000 Euro.

Die Arbeiten würden einen Start der Badesaison Anfang Mai nicht behindern, ist Keller überzeugt. Auch Bürgermeister Bernhard Sontheim sieht keine Probleme. „Dann ist halt ein Teil wegen der Bauarbeiten abgesperrt.“ Das größere Hindernis sei Corona, sagt Sontheim. Wie sich die Pandemie bis zur Eröffnung der Badesaison entwickle, darüber könne er keine Prognose abgeben.

Ein anderes Hindernis ist jedenfalls beseitigt. Wie berichtet, war die Elektrik im Strandbad so marode, dass Sontheim erwogen hatte, das Bad gar nicht aufzusperren. „Ein Prüfbericht war verheerend“, räumt Keller ein. Die darin angesprochenen Mängel seien nun behoben. Eine Elektrofirma sei eine Woche lang beschäftigt gewesen, Zuleitungen, Beleuchtungen und Steckdosen auszutauschen. „Jetzt ist alles wieder in Ordnung.“

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