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Symbolfoto.

Mobilfunk

Diskussion um neue Sendemasten entlang der Bahnlinie

Das Internet wird immer schneller – aber mit dem Bau von Sendeanlagen kommen die Betreiber kaum nach. Deutlich wird das zurzeit entlang der Bahnstrecke bei Tutzing und Feldafing.

Tutzing/Feldafing – Wieder mal kein Netz: Der Ärger ist verbreitet. Bei der Bahn gehen immer wieder Beschwerden über den mancherorts schlechten Empfang in den Zügen ein, so beispielsweise im Norden und Süden von Tutzing. Im Zusammenhang mit den immer höheren technischen Anforderungen des Mobilfunks ist deshalb ständig von neuen Sendemasten an der Bahnstrecke die Rede. Doch damit scheinen die Betreiber kaum nachzukommen. Dabei werden offenbar auch die Zuständigkeiten ein wenig hin und her geschoben.

Die Gemeinde Tutzing ist über dieses Thema von der Deutschen Telekom informiert worden, wie Bürgermeisterin Marlene Greinwald kürzlich im Gemeinderat berichtet hat. Die Telekom hält neue Sendemasten für erforderlich, prüft dafür aber eher Standorte in den Nachbargemeinden Bernried und Feldafing, weil vorgeschlagene Flächen auf Tutzinger Gebiet nicht als geeignet betrachtet werden. Ein im Feldafinger Ortsteil Garatshausen vorgesehener neuer Funkmast sorgt schon seit Monaten für Diskussionen. Den plant die Deutsche Funkturm, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. Gleichzeitig stehen aber bei der Deutschen Bahn auch eigene Sendemasten zur Debatte. Grund: Die diesbezüglichen, eigentlich schon vor Jahren zugesicherten Fortschritte bei den Netzbetreibern wie Telekom, Vodafone und O2 werden als unzureichend betrachtet. Die Gemeinden selbst sehen inmitten des Gerangels von Bahn und Netzbetreibern nur beschränkte eigene Möglichkeiten. Denn es gibt einen Versorgungsauftrag und speziell für die Bahnstrecken zudem eine Forderung der bayerischen Landesregierung.

In gewisser Weise versuchen die Kommunen, Einfluss zu nehmen. So hat der Bauausschuss des Feldafinger Gemeinderats den Antrag für den Garatshausener Masten vor Monaten wegen fehlender Erschließung erst einmal abgelehnt. Wegen des Versorgungsauftrags wirken die Einspruchsmöglichkeiten der Kommunen aber eher wie zahnlose Tiger.

Eine von Bürgern vorgeschlagene Unterschriftenaktion als Protest gegen die Mastpläne wäre „nur Vergeudung von Kugelschreiberminen“, sagte Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim im Dezember 2017 bei der Ortsteilversammlung in Garatshausen. Eine ähnliche Meinung herrscht in Tutzing. Dort hat Bürgermeisterin Marlene Greinwald im Gemeinderat die Sorgen von Bürgern wegen Strahlungen aufgegriffen, die von solchen Masten ausgehen – aber gleich darauf hingewiesen, dass die Gemeinde keine Einflussmöglichkeiten habe, wenn die Masten in Nachbargemeinden aufgestellt würden. Die Deutsche Funkturm hält den Bedenken entgegen: Es gebe Vorschriften für den Sicherheitsabstand, mit denen die Einhaltung der Grenzwerte garantiert und durch die Bundesnetzagentur kontrolliert werde.

Allgemein wird aber bezweifelt, dass die neuen Sendemasten wirklich allein auf die Bahnstrecken abzielen werden. Aus wirtschaftlichen Gründen würden meist noch weitere Sender auf solche Masten gebaut. Und die sind in der Regel nicht vor allem auf die Bahnstrecke gerichtet.

Von Lorenz Goslich

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