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Zweifelt an der Gerechtigkeit der Straßenausbaubeitragssatzung: Wolfgang Boerckel und seine Nachbarn monieren, dass die Anlieger der zweiten Reihe nicht zahlen müssen. Diese Hinterlieger s ind über die Straße hinter ihm erschlossen.

Alte Traubinger Strasse

Unterschriftenliste gegen Straßenausbau

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Die Anwohner der Alten Traubinger Straße in Garatshausen wollen sich nicht damit abfinden, dass ihre Straße ausgebaut werden soll. Oder sogar zum ersten Mal ausgebaut wird – was noch etwas mehr Kosten für die Anwohner der Ortsstraße bedeuten würde.

Garatshausen Der Ausbau der Straße ist laut Bürgermeister Bernhard Sontheim bereits beschlossene Sache – dank einer Unterschriftenliste mit rund 35 Namen ist das Thema am heutigen Dienstag, 27. Juni, erneut auf der Tagesordnung. Beginn der Sitzung ist um 19.30 Uhr.

Das Rathaus will die Alte Traubinger Straße ausbauen, weil sie keine Entwässerung hat. „Die Regenwasserleitung läuft über ein Privatgrundstück“, sagt er. Alle Dienstbarkeiten von Privatleuten zu erhalten, habe sich als nicht machbar herausgestellt. Deshalb müsse die Gemeinde eine Regenwasserleitung in der Straße verlegen. Und zwar bald, weil ein Anlieger bauen wolle. „Die Straße selbst hat auch keine Entwässerung“, ergänzt Sontheim. Außerdem sei sie nie richtig hergestellt worden.

Die Anwohner sind der Ansicht, dass ihre Straße in gutem Zustand ist. Das Argument mit der Entwässerung wollen sie nicht so recht gelten lassen. „Hier entstehen gerade zwei neue Häuser, die schließen nicht an den Kanal an, sondern die haben eine Sickergrube“, sagt Anlieger Wolfgang Boerckel. Rund 35 Menschen hätten auf der Liste unterschrieben, die sich gegen den Ausbau wendet.

Was im Falle eines Ausbaus zudem schwierig ist: Es gibt eine Reihe Hinterlieger der Alten Traubinger Straße. Und die sind nach aktueller Rechtslage nicht beitragspflichtig, obwohl ihre Häuser nur über die Alte Traubinger Straße erreichbar sind. „Da geht es nicht um ein, zwei Häuser, das ist rund die Hälfte der Grundstücke“, sagt Boerckel. „Doch die erste Reihe soll alles zahlen – ein gesunder Menschenverstand versteht das nicht.“

Deshalb gibt es eine zweite, weniger umfangreiche Unterschriftenliste, die sich gegen die nach Meinung der Vorderlieger nicht gerechte Kostenverteilung richtet. „Die zweite Reihe ist nicht dabei, das ist nur allzu menschlich“, sagt Boerckel. „Wenn wir bei der Gemeinde Einspruch erheben und dagegen klagen, würden die Hinterlieger nicht dagegen klagen.“ Man sehe in der zweiten Reihe ein, dass man sich an den Kosten beteiligen müsse.

Zwei Beschlüsse für die Alte Traubinger Straße gibt es laut Sontheim bereits. Dennoch werde sie heute Abend nochmal im Rat besprochen: „Ohne die Unterschriften wäre das Thema nicht mehr auf der Tagesordnung.“  edl

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