Fahrradstraße
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Fahrradstraßen sind im Kommen - auch in Feldafing.

Pläne der Gemeinde

Zwei Fahrradstraßen für Feldafing? Verkehrszählung entscheidet

  • vonSandra Sedlmaier
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Bekommt Feldafing am Starnberger See zwei Fahrradstraßen, auf denen Autofahrer zurückstecken müssen? Eine Verkehrszählung dürfte den Ausschlag geben.

Feldafing – Die Höhenbergstraße und die Johann-Biersack-Straße in Feldafing könnten zu Fahrradstraßen werden. Dort hätte der Fahrradverkehr Vorrang, der Autoverkehr müsste sich unterordnen. Die Polizei befürwortet das Vorhaben der Gemeinde grundsätzlich, möchte aber vor einer Zustimmung eine Verkehrszählung an beiden Straßen haben. Das teilte Bürgermeister Bernhard Sontheim im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss mit.

Auf der Höhenbergstraße geht es um den Teil zwischen Grundschule und Einmündung Rat-Jung-Straße, auf der Johann-Biersack-Straße um den Bereich zwischen der Firma Müller & Wilisch und der Ampelanlage an der Bahnhofstraße. Der im Landkreis für den Verkehr zuständige Polizeibeamte, Oliver Jauch, regte laut Sontheim zudem an, beide Straßen nur noch für Anlieger freizugeben. Das lehnte Nandl Schultheiß (CSU) ab. „Grundsätzlich befürworten wir eine Fahrradstraße, aber keine Anliegerstraße.“ Sie kritisierte, dass in einer Anliegerstraße ohnehin nicht kontrolliert werde, ob auch Nicht-Ansässige durchfahren. Michael Keltsch (AUF) erinnerte daran, dass der Schulweg auf der Höhenbergstraße ohnehin unsicher sei. Eltern des Montessori-Kindergartens brächten die Kinder oft auf den letzten Drücker und nähmen kaum Rücksicht, wenn sie mit dem Auto kommen. „Für diese Straße müssen wir uns was einfallen lassen.“ Zunächst will die Verwaltung die Verkehrszählungen durchführen. Auch, um nachzuweisen, dass der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist – denn das ist eine der Voraussetzungen für die Einrichtung einer Fahrradstraße.

Eine weitere ist laut Sitzungsvorlage, dass es keine andere Lösungen für den Radverkehr gibt. Über die Anliegerstraßen soll erst dann entschieden werden, wenn die Ergebnisse der Zählung vorliegen. Das könnte dauern. Denn die Zählungen müssen zu verschiedenen Jahreszeiten durchgeführt werden. Zudem will die Verwaltung mit der Johann-Biersack-Straße warten, bis das große Bauvorhaben auf dem Areal Nr. 23 der Stadibau beendet ist.

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