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Alt und schön und unter Denkmalschutz: Die Grüne Villa an der Bahnhofstraße gehörte einst dem Sammler und Künstler Lothar-Günther Buchheim. In dem großzügigen Garten sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen.

Zwei Mehrfamilienhäuser im Garten

Zuwachs für die Grüne Villa

Feldafing wird verdichtet. Der Gemeinderat ist mit zwei massiven Baukörpern im Garten der denkmalgeschützten Grünen Villa an der Bahnhofstraße einverstanden. Die Villa soll optisch davon unberührt bleiben. 

Feldafing – Die Grüne Villa an der Bahnhofstraße in Feldafing war einst Buchheim-Museum und beliebtes Ausflugs-ziel für Schulklassen. Nun ist die unter Denkmalschutz stehende Villa, die Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) seinem Sohn vermacht hat, verkauft worden. Der neue Eigentümer möchte in den Garten zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Der Feldafinger Gemeinderat ist einverstanden.

Auf dem Grundstück, das bis zum Starzenbach hinunterreicht, sollen zusätzlich zum historischen Gebäude zwei Wohnhäuser, ein drei- und ein viergeschossiges, mit insgesamt 21 Wohneinheiten entstehen. Wie der beauftragte Architekt den Gemeinderäten erläuterte, soll die Grüne Villa dabei frei stehend und in ihrer Erscheinung zur Bahnhofstraße hin wie bisher erhalten bleiben. Die beiden Neubauten würden somit in den Hang hinein gebaut werden und wären mit niedrigeren Firsthöhen ausgestattet, um die historische Villa deutlich wirken zu lassen. Wichtig war den beiden Architekten, die Gebäude so zu planen, dass das ganze Gelände genutzt wird. Die Garageneinfahrt wäre an der Bahnhofstraße. Jetzt wird erst mal ein Bebauungsplan aufgestellt, in dem die Bahnhofstraße als Mischgebiet festgelegt wird. Grundsätzlich befürwortet der Gemeinderat die Verdichtung in diesem Bereich.

Wie im Gemeinderat deutlich wurde, will der Eigentümer die Villa bis zum Baubeginn übergangsweise als Wohnung preiswert vermieten. Die Ausstattung des viele als Ausstellungsraum genutzten Hauses dürfte sehr einfach sein. Die Grüne Villa wurde laut Denkmalliste 1875 erbaut und um 1910 um den charakteristischen, verglasten Eckbalkon erweitert. 1922 wurde sie von Engelbert Knittl zum Kaffee Humpl umgebaut. 

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