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Alles sehr übersichtlich: 20 Bürger kamen in die Feldafinger Bürgerversammlung, fast ebenso viele Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter hörten Bürgermeister Bernhard Sontheims (r.) Bericht zu.

Bürgerversammlung

Feldafing spart für das Bundeswehrgelände

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Feldafing will nur das Nötigste investieren, um Geld für die Konversion 2020 und den Ankauf der nötigen Grundstücke zu haben.

Feldafing – Bernhard Sontheim war am Dienstagabend sehr entspannt. Der Feldafinger Rathauschef hatte allen Grund dazu. Seine Bürgerversammlung war zwar mit 20 Bürgern sehr schwach besucht, doch das nahm er als Zeichen, dass es gut läuft in der Gemeinde. Zudem überbrachte er eine gute Nachricht: „Ende 2016 hatten wir 4,28 Millionen Euro liquide Mittel – der höchste Stand, den Feldafing je hatte.“

Das ist gut, denn Feldafing hat ein großes Ziel: Die Kommune will 2020 möglichst das ganze restliche Bundeswehrgelände kaufen, 31 Hektar. Dafür muss sie sparen, und auch wegen der Schulden von immer noch knapp 2 Millionen Euro. „Wir werden jede Mark umdrehen“, kündigte Sontheim an. „Wir haben im diesjährigen Haushalt nur die Dinge, die wir wirklich machen müssen.“

Das Gewerbegebiet Wieling wird heuer bezugsfertig, seine Erschließung schlägt mit 1,25 Millionen Euro zu Buche. Heute ist Spatenstich für die erste Firma, Packsys baut in Wieling.

Starzenbach bleibt Sorgenkind

Der Starzenbach und seine maroden Rohre kosten die Kommune heuer schätzungsweise 700 000 Euro. Eine erneute Schadensstelle an der Stadionstraße sei bereits mit Stützen abgesichert, sagte Sontheim. „Das muss man machen“, unterstrich er die Notwendigkeit dieser Ausgabe. Wie berichtet, machen die Rohre des Starzenbachs der Gemeinde Sorgen. „Die Gefahr ist relativ groß, dass ein Rohr zusammenbricht, wenn ein großes Auto drüberfährt. Dann staut sich der Starzenbach zurück“, skizzierte er ein Horrorszenario. „Dort ist ein Trafohäuschen, dann hat Feldafing für Tage keinen Strom – abgesehen davon, dass ein Teil Feldafings absäuft.“

Die Erschließung des Neubaugebiets in Garatshausen ist mit 450 000 Euro veranschlagt. Für ein neues Feuerwehrfahrzeug werden 360 000 Euro fällig. Das Buchheim-Stadion bekommt Umkleiden (250 000 Euro) und der Bauhof einen Unitrack für 130 000 Euro. Die Reparaturkosten für den alten Unitrack seien zu teuer geworden, sagte Sontheim. „Den alten können wir noch für 30 000 Euro verkaufen.“

Kein Stellenwachstum in der Verwaltung

Das große Feldafinger Thema ist die Konversion. Es gab bereits Architektenwettbewerbe für die Nutzung des Bundeswehrgeländes, Ideen-Workshops und jede Menge Ratssitzungen. Seit vergangenem Jahr begleitet der Ingenieur Hans-Peter Dürsch die Gemeinde. Sontheim ist zuversichtlich, das vom Gemeinderat gesteckte Ziel zu erreichen: „Wohnen und Arbeiten im Park zukunftsorientiert geplant, ortsverträglich gemacht.“

Die Zahl der Stellen in der Verwaltung bleibt 2017 mit 27 gleich. Sontheim machte seinen Mitarbeitern ein großes Kompliment: „Wir sind eine relativ kleine Verwaltung, aber ihr macht alle einen Topjob.“ Im vergangenen Jahr stieß Christian Thoma hinzu, der sich laut Sontheim um die buchhalterische Erfassung des Gemeindevermögens kümmert. Das ist nötig, damit Feldafing von der Kameralistik auf die kaufmännische Buchführung umstellen kann.

Feldafing liegt bei den Hebesätzen für Gewerbesteuer und Grundsteuer unter dem Landesdurchschnitt. Die größte Einnahmequelle mit mit 6,3 Millionen Euro sind Einkommen- und Gewerbesteuer. Größter Ausgabeposten im Haushalt sind Transferkosten (4 Millionen Euro), davon gehen 2,36 Millionen an den Landkreis.

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