Fast fertig: das Wetterhäusl am Bahnhof.Foto: FKN

Verschönerungsverein

Der lange Weg zum Wetterhäusl

Feldafing - Bis auf den Anstrich sind alle Arbeiten des zu restaurierenden Wetterhäusls abgeschlossen. 

Vor mehr als 100 Jahren wurde dem Feldafinger Verschönerungsverein ein Stück Grund vor dem Bahnhof überlassen, um darauf ein Wetterhäuschen zu bauen. Seit 1909 informiert nun das kleine, grüne Häuschen über Wetter und Neuigkeiten aus der Gemeinde. 

Mit der Zeit geriet es allerdings wegen des Torfbodens unter dem Bahnhofsvorplatz in Schieflage, und auch Wind und Wetter machten ihm zu schaffen. So machten es sich die 174 Mitglieder des Verschönerungsvereins Feldafing im Jahr 2015 zur Aufgabe, ihr Wetterhäusschen zu restaurieren. Auf der Jahresversammlung berichtete Theo Haimerl, Vorstandsvorsitzender, darüber.

"Das Häusl hat sich geweigert"

Im März 2015 begann die Arbeit. Damit das Häusl nachts beleuchtet ist, musste ein Stromanschluss her. Außerdem wurden Dach (rund 1000 Euro) und Fenster (rund 450 Euro) erneuert. Derweil wurde der Bahnhofsvorplatz umgebaut (wir berichteten). 

„Der Architekt hatte ursprünglich vor, das Häusl weiter zum Bahnsteig zu versetzen, aber es hat sich geweigert“, sagt der Vorstandsvorsitzende lachend. Bei den Arbeiten stellte sich nämlich heraus, dass es mit einem 1,80 Meter tiefen Betonsockel im Boden verankert war. 

Verein gab 2015 rund 4000 Euro aus

Die Arbeiten waren im Januar schon fast abgeschlossen, da wurde das Wetterhäusschen Opfer von randalierenden Jugendlichen, die eines der vier Fenster zerstörten. Der Verein erstattete Anzeige, musste den Schaden aber vorerst selbst bezahlen. Im Frühjahr wird das Häusl noch angestrichen, dann ist es endgültig fertig.

Daneben hat der Verein 1775 Euro für Pflanzen, Samen und Blumenzwiebeln ausgegeben. Bald werden zum Beispiel die Narzissen sprießen. 1990 Euro wurden in Bänke investiert. Insgesamt gab der Verein im Jahr 2015 etwa 4000 Euro aus. 

Haimerl will Amt in "jüngere Hände legen"

„Ich danke, dass Sie sich so für die Verschönerung unserer Gemeinde einsetzen“, sagte Kassenprüferin und Ehrenbürgerin Vera Schmid zum Vorstand. Dessen Mitglieder Erika Borchard, Eva Zeller-Sallier, Heidrun Walter und Elfriede Haimerl bekamen ein Bouquet Frühlingsblumen als Dank für ihre Arbeit.

Theo Haimerl sorgte am Ende für eine weniger erfreuliche Überraschung: „Nach 15 Jahren als Vorstandsvorsitzender werde ich 2017 nicht mehr zur Wahl antreten. Ich möchte das Amt in jüngere Hände legen.“

Von Lara Gohr

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