Evakuierung: Wegen Brand- und Gasalarms sind am Freitagvormittag die Realschule (l.) und die Christian Morgenstern Schule in Herrsching geräumt worden. Zum Glück bestand in keinem Fall akute Gefahr. FOtos: SVJ

Zwei Herrschinger Schulen evakuiert

Herrsching - Der Qualm einer brennenden Zigarette und ein mysteriöses Röhrchen haben in der Realschule Herrsching und der örtlichen Christian Morgenstern Schule Ausnahmezustand ausgelöst. Beide Schulen wurden evakuiert.

Polizei und Feuerwehr waren an zwei Orten gefordert: Real- und Volksschule. Mit einem Fahrzeug und sechs Einsatzkräften wollte die Feuerwehr dem Alarm der Brandmeldeanlage an der Realschule auf den Grund gehen. Der Trupp zog jedoch unverrichteter Dinge ab. „Der Alarm wurde durch einen rauchenden Bauarbeiter ausgelöst“, berichtet Daniel Pleyer, 2. Kommandant der Herrschinger Wehr.

Die Zigarettenpause, die normalerweise Entspannung verschaffen soll, wird noch für einigen Stress sorgen. Denn auf die Firma des Bauarbeiters kommen jetzt die Kosten für den Feuerwehreinsatz zu. Wie hoch diese sind, konnte Pleyer nicht sagen, doch dürften sie deutlich höher liegen als der Packungspreis der gerauchten Zigarette. An der Realschule werden derzeit Umbauarbeiten durchgeführt.

Deutlich mysteriöser ging es an der Christian Morgenstern Schule zu. Der zuständige Sachbearbeiter der Polizei, Joachim Stele, schildert die Situation als „merkwürdig“. Der Alarm wurde von einem der Gasmelder in den Heizungsräumen der Volksschule ausgelöst. Noch bevor die Rettungskräfte eintrafen, hatten die Lehrer die 600 Schüler evakuiert. Die Feuerwehr und ein privates Expertenteam konnten die Ursache des Alarms schnell lokalisieren. Aus der Außenwand des Gebäudes ragte ein dünnes, biegbares Röhrchen wenige Zentimeter aus der Mauer in dem Versorgungsraum im Keller der Schule. Daraus entwichen „ein merkwürdiger, gasartiger Geruch sowie eine undefinierbare Flüssigkeit“, berichtet Stele. Da weder eine Explosionsgefahr noch eine anderweitige gesundheitliche Beeinträchtigung gegeben war, konnten die Einsatzkräfte bereits nach einer halben Stunde Entwarnung geben. Es wird untersucht, ob eine undichte Gasleitung Auslöser des Alarms war. Laut Stele könnte es sich aber auch „nur um Wasser und einen modrigen Geruch gehandelt haben“. Das Röhrchen wurde versiegelt und wird nun genauer untersucht werden.

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