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Kinder-Erlebnistag bei Feuerwehr Stockdorf: Lebensretter von morgen

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Von: Laura Forster

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Ein Tag bei der Feuerwehr: Ludwig Gröber zeigte beim Erlebnistag in Stockdorf unter anderem (v.l.) Nikolei, Ferdinand, Lena, Oliver, Jan und Nora, wie der Alltag eines Feuerwehrmanns aussieht.
Ein Tag bei der Feuerwehr: Ludwig Gröber zeigte beim Erlebnistag in Stockdorf unter anderem (v.l.) Nikolei, Ferdinand, Lena, Oliver, Jan und Nora, wie der Alltag eines Feuerwehrmanns aussieht. © Dagmar rutt

Bei Erlebnistag der Feuerwehr Stockdorf haben Grundschulkinder Zivilcourage und den Alltag als Einsatzkraft gelernt. 

Stockdorf – „Wasser marsch!“ hallt die Stimme von Feuerwehrmann Ludwig Gröber über den Parkplatz der Freiwilligen Feuerwehr Stockdorf an der Bahnstraße. Zwei Grundschulkinder mit roten Helmen drehen am anderen Ende des Geländes die Spritze eines dicken Schlauchs auf und halten den Wasserstrahl in Richtung einer brennenden Hecke. Die Flammen sind zwar nur aus rotem und gelbem Krepppapier – einen Einblick, wie gefährlich ein Brand sein kann und wie wichtig die Arbeit der Einsatzkräfte ist, bekommen die 13 Teilnehmer des Kindererlebnistages der Feuerwehr trotzdem.

Drei Stunden lang lernten die kleinen Stockdorfer gestern Vormittag den Alltag der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen kennen. Die Löschübung war nur eine von vielen Stationen, die den Grundschülern zeigen sollte, was die Arbeit der Feuerwehr ausmacht und wie sogar sie selbst mit kleinen Taten Leben retten können. „Der Erlebnistag gehört sozusagen zum Standardrepertoire der Feuerwehr“, sagte Ludwig Gröber. „Da habe ich vor rund zwölf Jahren schon mitgemacht.“ Mittlerweile organisiert der Feuerwehrler den Tag mit, der normalerweise nur in den Sommerferien stattfindet. „Das ist das erste Mal, dass wir den Erlebnistag auch in den Herbstferien veranstalten.“

Neben der kleinen Übung auf dem Parkplatz bekamen die sechs- bis zehnjährigen Teilnehmer auch die verschiedenen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr gezeigt. Vom großen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug bis zum First-Responder-Wagen. „Die Kinder sollen hinter die Kulissen schauen können“, sagte Silke Bürkle-Schiffbauer, die seit acht Jahren aktives Mitglied der Feuerwehr ist.

Besonders wichtig sei es jedoch, dass die Kinder nach dem Tag mit dem Gefühl nach Hause gehen, in brenzligen Situation helfen zu können. „Sie sollen ein Gefahrenbewusstsein und Zivilcourage entwickeln“, sagte Ludwig Gröber. Helfen statt wegschauen – das ist der Leitfaden, den die Feuerwehr den jungen Stockdorfern mitgeben will. „Wenn die Oma bewusstlos umfällt oder eine Freundin vom Rad stürzt, wissen die Kinder nach dem Erlebnistag, was zu tun ist“, so Gröber. „Mit dem Handy den Notruf wählen oder eine verletzte Person in die stabile Seitenlage bringen – das schaffen auch schon die Kleinen“, sagte Silke Bürkle-Schiffbauer.

Dass der Erlebnistag der Feuerwehr auch dieses Mal wieder ein Erfolg war, zeigt nicht nur die große Zahl an Teilnehmern, sondern auch das Lächeln im Gesicht der Grundschüler. „Das große Feuerwehrauto finde ich besonders toll“, sagte der zehnjährige Jan. „Später möchte ich, wie mein Papa, auch zur Feuerwehr.“ Zwei Jahre muss er noch warten, dann darf der Grundschüler der derzeit rund 15 Mitglieder starken Jugendfeuerwehr beitreten. „Wir können immer Nachwuchs gebrauchen“, sagte Bürkle-Schiffbauer.

Weitere Infos zur Feuerwehr Stockdorf gibt es auf der Webseite www.feuerwehrstockdorf.de. lf

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