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Geehrte und Beförderte: Andreas Wolfert, Kommandant Dr. Franz Matheis (hi.v.l), David Solti, Stefan Resch (2. Reihe v.l.), Michael Blau , Vorsitzender Peter Scheifele, Rainer Bartsch (3. Reihe v.l.) und Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg, Susanne Wild und Tutzings Feuerwehrkommandant Markus Kuisl (vo.v.l.).

Feuerwehr Traubing

Verdächtige Signale vom Hochmast

Traubing - Großen Einsatz nicht nur im eigenen Ort bringt Traubings Freiwillige Feuerwehr. Tutzings Feuerwehrkommandant Markus Kuisl lobt die Zusammenarbeit.

Feuer auf einem Hochspannungsmast in Wieling! Das dachte jemand Anfang August 2016. Die Feuerwehren von Traubing, Feldafing, Pöcking, Aschering und Starnberg wurden alarmiert – und fanden die Wurzel des „Übels“ erst nach einiger Zeit: Hoch oben waren Wartungsleute mit orange-gelben Jacken am Werk, die von Weitem nur als Punkte zu sehen waren und für Signale einer Brandquelle gehalten worden waren. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Traubing, die am Freitag ihre Jahreshauptversammlung abhielt, dienen solche Erlebnisse im Nachhinein der allgemeinen Erheiterung - und helfen damit ein wenig, den Ernst vieler anderer Vorfälle zu verkraften.

Zu insgesamt 48 Einsätzen ist die Traubinger Feuerwehr 2016 ausgerückt. Kommandant Dr. Franz Matheis, der am selben Tag 52 Jahre alt wurde, berichtete über 1370,5 ehrenamtlich geleistete Gesamtstunden. Würde man sie auch nur mit 20 Euro je Stunde berechnen, sagte er, käme man auf 27 410 Euro. Wegen sich häufender Fehlalarme bei Brandmeldeanlagen musste die Feuerwehr auch immer wieder umsonst zu – letztlich unnötigen – Einsätzen aufbrechen. Eine „großartige Leistung“ lobte Tutzings Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg, die weitere Unterstützung versprach.

Stromerzeuger selbst gebaut

In anderen Teilen Tutzings haben die Traubinger ebenso geholfen wie in Nachbargemeinden – von Bränden bis zu Verkehrs- und Bahnunfällen. Tutzings Feuerwehrkommandant Markus Kuisl lobte die gute Zusammenarbeit. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Peter Scheifele, überreichte Kuisl das Vereinsehrenzeichen in Silber für besondere Verdienste – eine seltene Ehrung für einen Nicht-Traubinger. Die Verbindungen zu Tutzing sind teils persönlicher Art, teils sachlich bedingt – so bei der Finanzierung teurer Geräte. Voraussichtlich 2019 soll Traubings Feuerwehr Ersatz für ihr Löschgruppenfahrzeug (Baujahr 1993) bekommen. Kosten: wohl um die 350 000 Euro. Eine ähnliche Anschaffung steht bei Tutzings Feuerwehr an, wahrscheinlich sogar gleichzeitig.

Mitglieder sorgen unterdessen für Einsparungen, so etwa Gerätewart Andreas Ott, der einen Stromerzeugerwagen – vor allem für mobilen Einsatz bei Hochwasser – selbst gefertigt hat. Für einen Speicherausbau des Traubinger Feuerhauses habe die Gemeinde Tutzing ein schönes Raumkonzept entwickelt, sagte Scheifele anerkennend.

Schriftführer Christian Wolfert berichtete über umfangreiche Vereinsaktivitäten. Auf dem Programm für 2017 stehen unter anderem die Floriansmesse am 7. Mai, das zweite Traubinger Bachfest am 8. Juli, das Patrozinium am 10. September, Christbaumverkauf am 9. Dezember, Christkindlmarkt am 16. Dezember und der Vereinsausflug, der vom 11. bis zum 13. August nach Eisenach, Erfurt und Weimar führt.

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