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Feuerwehr verbucht Spitzenwerte

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Vereinsvorsitzender Martin Strasser (1.v.l.) ehrte und beförderte: Martin Germ (v.l.), Rasso Sieber, Jost Michel, Amelie Zibell, Hans Haslberger, Patricia Klaußner, Michael Neumann, Stefan Klaußner, Christoph Köster und Florian Grill. foto: svj
Vereinsvorsitzender Martin Strasser (1.v.l.) ehrte und beförderte: Martin Germ (v.l.), Rasso Sieber, Jost Michel, Amelie Zibell, Hans Haslberger, Patricia Klaußner, Michael Neumann, Stefan Klaußner, Christoph Köster und Florian Grill. foto: svj

Gauting - Bei der Feuerwehr-Jahresversammlung gab es nicht nur Lob. Es wurde auch Kritik geäußert: Stefan Klaußner beklagte, dass die Gemeinde keinen Einsatzplan für Zufahrten und Aufstellflächen im Freibad habe.

„Als ich draußen war, habe ich gesehen, wie Sie nach einer Stunde körperlich und emotional erschöpft aus dem Wald kamen“, bemerkte Bürgermeisterin Brigitte Servatius während ihrer Rede bei der Feuerwehr-Jahresversammlung im Gautinger Trachtlerheim. Mit großer Anerkennung dankte sie den Ehrenamtlichen vor allem für die Großeinsätze vom Frühjahr im Kreuzlinger Forst. „Wir denken, das war Brandstiftung und hoffen, dass es nicht so weiter geht“, äußerte sich Kommandant Stefan Klaußner dazu.

Auch die Gautinger Trachtler hatten sich unter Feuerwehrler und drei anwesende Gemeinderäte gemischt. Denn vom 16. bis 20. Mai steigt das gemeinsame Jubiläumsfest in Gauting mit dem Verein „Schöne Münchnerin“. Da die Organisation für ein 2000-Personen-Festzelt kein Selbstläufer sei, „wird die Aufgabe auf vielen Schultern verteilt“, erläuterte Wehrvorsitzender Martin Strasser.

Die Jahresbilanz war stattlich: Zum 30. September hatte die Gautinger Feuerwehr 137 Mitglieder, so viel wie noch nie. Spitzenwerte verbuchte sie auch bei der Jugend. Über Briefwerbung und Ferienprogramm „haben sich bis heute 15 Jugendliche angemeldet“, so Strasser stolz. Nach der Jugendfeuerwehr Tutzing - Rekordhalter im Landkreis - sei der Gautinger Verein mit 39 Mädchen und Buben inzwischen zahlenmäßig die größte.

Über 30 000 Euro hatten die Bürger 2010 an ihre freiwillige Wehr gespendet: Den Kaufpreis des neuen Mehrzweckfahrzeugs könne der Verein so zum Großteil selbst übernehmen, sagte Strasser.

Zu 155 Einsätzen wurden die ehrenamtlichen Helfer im Geschäftsjahr 2010/11 gerufen, sagte Kommandant Stefan Klaußner bei seiner Bilanz. An Wochenenden gebe es doppelt so viel Einsätze wie werktags. Mit unbezahlten 12 694 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden zu je 30 Euro ergebe sich damit eine Gesamtsumme von 381 000 Euro für die örtliche Bevölkerung.

Kritische Wort gab es auch: Schon Ende April 2009 zog die Wehr im Gautinger Freibad eine Chlorgas-Übung durch, so der Kommandant. Bereits damals habe er bemängelt, dass die Gemeinde keinen Einsatzplan für Zufahrten und Aufstellflächen habe. Da beim echten Chlorgas-Unfall dieses Jahr „das Bad noch nicht geöffnet hatte, ist nichts Schlimmeres passiert“, so Klaußner weiter, aber: „Bis heute gibt es immer noch keinen Feuerwehreinsatzplan.“ „Das wird gemacht“, versprach anschließend Bürgermeisterin Brigitte Servatius. „Wir sollten uns mit Ihren Fachleuten zusammnsetzen.“

Von Christine Cless-Wesle.

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