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Silvesterfeuerwerk über dem Starnberger See: Verbote um Zeltstädte wird es nicht geben.

Gemeinden lehnen ab

Feuerwerk an Zeltstadt: Bitte statt Verbot

Berg/Pöcking - Ein offizielles Feuerwerksverbot rund um Asylbewerber-Zeltstädte in Pöcking und Berg wird es nicht geben. Die Gemeinden lehnten einen Vorschlag des Landkreises ab - reagieren werden sie dennoch.

Bringt ein ernstes Verbot von Silvesterraketen das gewünschte Ergebnis? Müssen die Zelte für Asylbewerber per Abbrennverbot geschützt werden? Die große Mehrheit des Berger Gemeinderats sagt nein. Die Gemeinde Pöcking, weiterer Standort eines Zelts, schloss sich dem Berger Votum an. Dort wird es ebenfalls kein Verbot von Silvesterraketen im Umkreis von 150 Metern geben. Tutzing als dritter Standort hatte vergangene Woche schon abgelehnt (wir berichteten)

In Berg waren nur Bürgermeister Rupert Monn und Sissi Fuchsenberger (SPD) für ein Verbot. Der restliche Gemeinderat hält es für ausreichend, die Anwohner der Zeltstadt per Brief auf mögliche Gefahrenquellen durch Silvesterknaller aufmerksam zu machen.

„Ein totaler Schmarrn“, lautete das Urteil von Robert Wammetsberger (CSU). „Für mich ist jeder Bauernhof gefährdeter als die Zelte.“ Rathauschef Monn hatte zuvor unterstrichen, dass die Zelte die einzigen Stoffdächer im ganzen Gemeindegebiet seien. Deshalb sei das Raketenverbot sinnvoll. Andreas Hlavaty (CSU) stellte das nicht in Abrede, meinte aber: „Ich habe mit den Betreuern und Herrn Teymurian vom Helferkreis gesprochen, die glauben, mit dem Verbot schießt man übers Ziel hinaus.“ Es sei wesentlich besser, an die Nachbarn zu appellieren und die Asylbewerber zu informieren. „Wenn einer bösen Willens ist und eine Rakete reinschießen will, können wir das mit einem Verbot auch nicht verhindern.“ Es sei gar nicht umsetzbar.

Der Gemeinderat schloss sich dem Vorschlag von Wolfgang Reiser (BG) an. „Verzichten wir auf eine Satzung, machen wir eine Briefaktion drumherum.“ Dabei sei es aber wichtig, dass die Gemeinde die Anwohner informiere, nicht der Helferkreis.

Auch in Pöcking werde es kein Verbot geben, sagt Bürgermeister Rainer Schnitzler. Wie die Gemeinde die Anwohner informieren werde, sei noch unklar. „Das entscheiden wir in den nächsten Tagen."

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