+
Bei der Arbeit auf dem See: Kilian Schropp. 

Fischerei

Prüfungsfach Karpfen

  • schließen

Starnberg ist das Zentrum für die Fischerei schlechthin – wegen des Instituts, das Berufsfischer aus hunderten Kilometern Umkreis ausbildet. Einheimische sind eher die Ausnahme, doch hat dieses Jahr Kilian Schropp aus Starnberg die Ausbildung zum Fischwirt absolviert.

 Drei Jahre harter Arbeit liegen hinter Kilian Schropp. Der Starnberger hat sich zum Fischwirt ausbilden lassen und die Prüfung gerade erfolgreich abgeschlossen. „Das ist nicht so ohne“, sagt der 27-Jährige im Nachhinein, „das zieht sich schon ein bisschen.“

Fünf Tage lang absolvierte Schropp theoretische, praktische und mündliche Prüfungen. Unterrichtsthemen von Fischarten bis zur Gewässerkunde wurden abgefragt. Praktisch wurde es, als Schropp einen Karpfen schlachten musste. Die Prüfer schauten genau zu. Schließlich müssen sich Fischwirte wie Angler auch an das Tierschutzgesetz halten und waidgerecht töten. Heißt: Der Fisch wird mit einem gezielten Schlag auf den Kopf betäubt. „Dann kommt der Kiemenschnitt, dann wird er zerlegt“, erklärt Schropp. Auch ein Netz musste der Starnberger bei der Prüfung flicken. Er hat sich mit der Ausbildung auf Seen- und Flussfischerei spezialisiert.

Betriebsübernahme im Blick

Sein Wissen bringt der Fischwirt in das familieneigene Unternehmen ein. Mit seinen Eltern betreibt Schropp eine Fischerei und einen Bootsverleih am Starnberger See. Beides möchte der 27-Jährige übernehmen, sobald er zum Fischwirtschaftsmeister ausgebildet wurde. „Ich habe über fünf Jahre im Betrieb mitgearbeitet, deshalb kann ich den Meister gleich hintendran hängen.“ Nach der zweijährigen Ausbildung soll der Junior den Familienbetrieb dann übernehmen, die Eltern werden dann beispielsweise bei der Vermarktung mithelfen. „Ich habe den meisten Teil schon übernommen und fahre alleine zum Fischen“, sagt er.

Nachhaltigkeit ist ihm wichtig

Der Starnberger hat eine ganz besondere Vorliebe: Aale. „Ich liebe sie, geräuchert als Delikatesse.“ Aale fängt und vertreibt Schropp auch für die Fischerei seiner Eltern.

Wenn er das Unternehmen übernimmt, möchte der 27-Jährige besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Dass er Fischwirt werden möchte, wusste Schropp „schon immer“. Schließlich ist er mit der familieneigenen Fischerei aufgewachsen. Es ist nicht sein einziger Beruf: Eine Ausbildung zum Bootsbauer hat Schropp bereits in der Tasche. Neben ihm hat auch Sylvester Huber aus Ammerland am Starnberger See die Prüfung zum Fischerwirt erfolgreich abgeschlossen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Monstertrucks nur für eine Firma
Starnberg/Gilching - Gigaliner dürfen auf Autobahnen durch den Landkreis Starnberg fahren – und zu einer Firma.
Monstertrucks nur für eine Firma
Falsches Wachs und Bienenwohl
Starnberg - Die Bayerischen Imker schauen wieder auf Starnberg: Am Donnerstag geht es dort um die Lage der Bienen und die Bienenpolitik.
Falsches Wachs und Bienenwohl
Mama Weidle erlebt Himmel und Hölle
Starnberg - Erst der Sturz ihrer Tochter am Samstag in der Abfahrt, dann Platz 17 am Sonntag im Super G. Kira Weidles Mutter Martina erlebt beim Weltcup in Garmisch …
Mama Weidle erlebt Himmel und Hölle
TSV Herrsching knapp an der Sensation vorbei
Herrsching - Der TSV Herrsching hat die Sensation knapp verpasst. Er verlor am Samstag zu Hause 2:3 (34:32, 23:25, 24:22, 15:25, 14:16) gegen die SWD Powervolley Düren. …
TSV Herrsching knapp an der Sensation vorbei

Kommentare