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Die Container am Oberfeld in Hechendorf sind erst im Frühjahr bezugsbereit.

Unterkunft für Obdachlose

Fasching im Bürgerstadl fällt aus

Hechendorf - Die 40 Eritreer sollten vor Weihnachten in die Container am Oberfeld ziehen. Daraus wird nichts. 

Alles nicht so einfach: Der Bau der Containeranlage am Oberfeld in Hechendorf verzögert sich erheblich. Bis die 40 Flüchtlingen aus dem Bürgerstadl in die Container einziehen und die Vereine ihren Stadl wieder nutzen können, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Zweiter Bürgermeister Josef Schneider bestätigte, dass an die sonst üblichen Faschingsfeste der Vereine im Stadl nicht zu denken ist. Das Problem bei den von der Molkerei gekauften Containern ist das Dach (wir berichteten). Da weiß man mittlerweile Genaueres: „Wir haben gedacht, wir könnten es demontieren und die Elemente dann neu aufbauen“, erklärt Imke Friedrich vom Seefelder Bauamt. Aber daraus wird nichts. Nun muss ein komplett neuer Aufbau her – für knapp 40 000 Euro. Geliefert werden die Bauteile erst in der zweiten Januarwoche. Ursprünglich hatten die 40 Asylbewerber schon vor Weihnachten in ihre neue Bleibe umziehen sollen. Nun wird das frühestens Mitte Februar möglich sein. „Wir tun, was wir können“, versichert Friedrich. Die weiteren Arbeiten an der Anlage würden wie geplant fortgesetzt. „Die Vereine stellen sich drauf ein“, sagte Vize-Bürgermeister und Schützenmeister Josef Schneider auf Anfrage. Er sehe auch keine Ausweichmöglichkeiten, „da ist der Aufwand viel zu groß“. In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Seefelder Gemeinderat auch mit der Containeranlage an der Ulrich-Haid-Straße in Seefeld. In einem Brandbrief an die Kommunen hat Kreisbaumeister Dr. Christian Kühnel angekündigt, dass sich die ständig steigenden Zahlen zeitnah auch auf die Kontingente in den Gemeinden niederschlagen werden. Seit 1. Dezember muss der Landkreis wöchentlich 53 Flüchtlinge unterbringen. „Wir rechnen mit weiteren Erhöhungen“, schreibt Kühnel. Für die Gemeinde Seefeld bedeutet die Flüchtlingszahl beim derzeitigen Verteilungsschlüssel etwa drei Flüchtlinge, die pro Woche in der Kommune eine Bleibe finden müssen. Die Gemeinderäte haben daher auch gleich der Tatsache zugestimmt, dass die Anlage an der Ulrich-Haid-Straße statt 96 direkt für 144 Flüchtlinge ausgebaut wird. Das macht auch insofern Sinn, da eine spätere Erweiterung teurer werden würde. In diesen Tagen beginnen an der Ulrich-Haid-Straße die Vorarbeiten wie Vermessung und Abschieben des Oberbodens. „Wir sind noch gut dran“, kommentierte Josef Wastian (FWG) die neue Situation. In Thüringen gebe es bereits Gemeinden, in denen 4000 Einwohnern 1000 Asylsuchende gegenüberstünden. Das Landratsamt hat der Gemeinde auch nochmals versichert, dass der Bürgerstadl in Hechendorf nach der Fertigstellung der Containeranlage am Oberfeld definitiv geräumt und nicht wieder belegt wird.

hvp

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