Wichtig für Kommunen: individuelle Förderkonzepte in Anspruch nehmen.
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Wichtig für Kommunen: individuelle Förderkonzepte in Anspruch nehmen.

Corwese GmbH

Förderprogramme für Gemeinden ohne Highspeed-Internet: Damit die grauen Flecken verschwinden

Breitband macht attraktiv. Jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Ortsteil sollte daher seinen Bürgern und Firmen ein leistungsfähiges Internet bieten können. Davon ist man weit entfernt.

Mit bis zu 90 Prozent fördern Bund und Land deshalb den Breitbandausbau. Doch der Weg dorthin ist lang und kompliziert. Einiges hat sich getan auf der Internet-Landkarte. Die weißen Flecken sind weitgehend verschwunden. Bei einer Downloadrate von weniger als 30 Megabit pro Sekunde brauchte man dort große Geduld beim Surfen. Doch dank umfangreicher Förderprogramme wurde die Leistung in den vergangenen Jahren flächendeckend verbessert. Graue Flecken aber gibt es noch genug – zu viele. Besonders in ländlicheren Regionen. Die Gemeinden dort können kein Highspeed-Internet bieten. Die Folge: Sie werden unattraktiv für Firmen und Privatpersonen, sie werden abgehängt im Wettbewerb. Dagegen wollen Bund und Land etwas unternehmen. Insgesamt stellt der Bund rund zwölf Milliarden Euro für die Förderung von Glasfaseranbindungen zur Verfügung, auch der Freistaat bezuschusst den Breitbandausbau massiv über seine Gigabitrichtlinie.

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Förderfähig: 100 Megabit/Sekunde im Download oder weniger

100 Megabit pro Sekunde im Download: Das ist die Schwelle. Bietet das Internet einer Stadt oder Gemeinde eine geringere Leistung, ist der Breitbandausbau förderfähig. Klingt erst einmal einfach. Doch der Förderdschungel ist dicht, der Weg ist lang. Bis ein Förderantrag gestellt werden kann, vergeht – mit Hilfe von Experten – bis zu ein Jahr. Mit weiteren vier Jahren ist für den Ausbau zu rechnen.

Verschiedene Wege führen ans Ziel: entweder über die Förderprogramme des Bundes oder jene des Freistaats Bayern. Hinzu kommen Spezialtöpfe und Möglichkeiten, in Bayern gibt es zudem Besonderheiten für Schulen und Rathäuser, beim Bund für das Gewerbe. Ein Schema F existiert nicht. Jede Gemeinde ist individuell, jede Kommune braucht ihr eigenes Konzept, um die maximale Unterstützung zu erhalten. Diese ist hoch: Bis zu 90 Prozent der Kosten werden übernommen – enorm wichtig bei Investitionen, die schnell in die Millionen gehen. Investitionen aber auch, um die Gemeinden kaum herumkommen, wollen sie im Wettbewerb bestehen.

Individuelle Beratung

Gefahren für Gemeinden: Unternehmen und junge Einwohner wandern ab

Zu viele Bürgermeister in Bayern kennen die Beschwerden ihrer Bürger und Unternehmer: Das Internet sei zu schwach. Corona hat die Situation verschärft beziehungsweise die Schwachstellen einer noch breiteren Nutzerschicht offenbart. Denn die Mehrheit saß im Homeoffice. Plötzlich stellten viele fest, sie können ihre Arbeit zu Hause nicht oder nur mit großen Problemen und unter hohem zeitlichen Aufwand erfüllen. Oder Kinder scheiterten im Homeschooling an Aufgaben – weil ihr Internet nicht genug Leistung bot für den Up- oder Download großer Datenmengen oder für Videoübertragungen.

Zu viele Gemeinden stehen in der Folge vor Problemen, die eine gefährliche Kettenreaktion auslösen können: Firmen denken über alternative Standorte nach, die Kommunen verlieren im Ernstfall wichtige Gewerbesteuer. Familien und junge, kreative Erwachsene ziehen mittelfristig weg, den Gemeinden fehlen Einkommenssteuer – und sie überaltern. Ohne Breitband sind ihnen zudem alle Entwicklungschancen verbaut. Schließlich sind Gigabitnetze Voraussetzung für neue Formen der Produktion, intelligente Mobilität, Innovationen im Gesundheitswesen, die Nutzung künstlicher Intelligenz, sowieso für digitale Bildung und vernetztes Arbeiten.

Breitbandausbau: Bedeutung auch kleinen Gemeinden bewusst

Der Bedeutung des Breitbandausbaus mit Glasfaserkabeln, der bislang besten Technik, sind sich alle Gemeinden bewusst – egal welcher Größe. Ein Beispiel aus einem kleinen Dorf in Unterfranken: Es zählt um die 1000 Einwohner. Eine umfangreiche Analyse hat ergeben: Sie komplett mit Highspeed-Internet zu versorgen, jedem Haushalt einen Glasfaseranschluss zu bieten, kostet um die 700.000 Euro. Eine hohe Summe für eine solche kleine Kommune. Doch sie erhält die maximale Fördersumme – 630.000 Euro. Als Eigenanteil bleiben lediglich 70.000 Euro.

Um an diese Fördergelder zu kommen, setzen die Gemeinden aus gutem Grund auf Expertenwissen. Firmen wie Corwese haben sich auf die Breitbandberatung spezialisiert. Ansprechpartner und Infos unter www.corwese.de.

„Jeder Bürgermeister hat die Notwendigkeit von leistungsfähigem Internet erkannt“

Geschäftsführer Roland Werb und Senior Projekt Manager Jürgen Schuster.

Seit über zehn Jahren ist Corwese auf dem Gebiet der Breitbandberatung und der Planung für Kommunen tätig. Derzeit betreut das Team im laufenden Verfahren ca. 350 Gemeinden in Bayern, die zu den grauen Flecken gehören – Gemeinden also, die für eine Förderung beim Breitbandausbau in Frage kommen.

Im Interview sprechen Geschäftsführer Dipl.-Ing. Roland Werb und Jürgen Schuster über Erfahrungen und Herausforderungen.

Herr Werb und Herr Schuster, hat sich der Druck auf die Gemeinden ohne leistungsfähiges Internet durch Corona erhöht?

Jürgen Schuster: „Auf jeden Fall. Egal, mit welcher betroffenen Gemeinde wir sprechen: Seit der Pandemie vergeht kaum ein Tag, an dem nicht jemand beim Bürgermeister anruft oder persönlich vorbeikommt und sich beklagt.“

Ist dadurch das Bewusstsein bei den Bürgermeistern gestiegen, dass sie sich dringend um den Breitbandausbau kümmern müssen?

Roland Werb: „Nein, dafür hätten die Kommunen die Pandemie nicht gebraucht. Jeder Bürgermeister, der an die Zukunft seiner Gemeinde denkt, hat die Notwendigkeit von leistungsfähigem Internet erkannt.Jürgen Schuster: Man muss bei diesem Thema wirklich keine Aufklärungsarbeit mehr leisten, das ist längst angekommen, gerade in den Landgemeinden. Sie sind da richtig dahinter, sehen die Chance, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Wir erleben da oft auch einen Schneeballeffekt.“

Wie meinen Sie das?

Schuster: „Startet eine Gemeinde ihren Breitbandausbau, wirkt sie oft als Treiber für die Region. Recht bald kommt die Nachbargemeinde dazu. Denn betrachtet man die Kommunen als Wettbewerber, die um Unternehmen konkurrieren und sich als attraktiven Wohnort für junge Menschen und Familien präsentieren wollen, ergibt sich ein klarer Nachteil für die Gemeinde, die über ein weniger leistungsstarkes Internet verfügt. Das macht sie uninteressant.“

Gibt es auch Widerstände gegen den Breitbandausbau?

Werb: „Quasi nicht. Das ist eine andere Situation als beim Mobilfunkthema. Dort formieren sich sofort Bürgerinitiativen. Doch die Notwendigkeit von leistungsfähigem Internet, die ist allgemein unbestritten.“

Wo liegen für die Gemeinden die größten Herausforderungen?

Schuster: „Natürlich spielt das Geld eine entscheidende Rolle. Nicht jede Kommune bekommt 90 Prozent Förderung. Bei Ausbaukosten im zweistelligen Millionenbereich bleiben den Gemeinden im negativen Fall immer noch mehrere Millionen Euro, die sie selbst schultern müssen. Hier suchen wir die besten – und auch finanzierbare Lösungen. Das könnte zum Beispiel auch ein Teilausbau der wichtigsten Gebiete sein.“

Werb: „Der Faktor Zeit zählt ebenfalls zu den großen Herausforderungen. So eine Breitbandversorgung kommt nicht von heute auf morgen. Vier Jahre muss man allein für den Ausbau rechnen. Also sollte man sich schnell mit dem Thema auseinandersetzen. Aber wie gesagt: Das wissen die Kommunen.“

Schuster: „Aufklärung brauchen sie nur bei den Fragen: Was genau ist förderfähig? Und wie packt man’s an? Und dafür liefern wir die Antworten.“

Kontakt

Corwese GmbH – Ihr Lösungspartner
Dipl.-Ing. Roland Werb
Fritz-Müller-Str. 3a
82229 Seefeld

Tel: 08152/980555
Mobil: 0171/2020202
Fax: 08152/980500
Mail: roland.werb@corwese.de

Standort Heretsried
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86465 Heretsried
 
Tel: 08293/96 5 33 55
Mobil: 0171/78 22 430
Fax: 08293/96 5 33 53
Mail: juergen.schuster@corwese.de

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