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Die Fotowilden sind Profi-Fotografen, Laien, aber auch Menschen mit Behinderung. 

Austellung

Viel Bewegtes, noch mehr Bewegendes

Profis, Laien und Menschen mit Behinderung - das sind die Fotowilden. Sie stellen jetzt „Bewegung“ in der Kreissparkasse aus. 

Starnberg – Die Kreissparkasse Starnberg ist im Wandel. In der Galerie sind jetzt Büroräume, ins Café Il Moro kommen Büros, das ehemalige Portobellohaus soll womöglich verkauft werden. Das Kino bleibt zunächst noch bestehen. Viel Bewegung also, da passt das Thema „Bewegung“ der Fotoausstellung bestens, die im Foyer der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle gezeigt wird.

Auf die Beine gestellt hat die Ausstellung (bis 9. April) der Kreis der Fotowilden um Marlen Peix, zusammengesetzt aus professionellen Fotografen, Laien und Menschen mit Behinderung. „Die Ausstellung spiegelt die vielen unterschiedlichen Ansätze und Vorlieben wider“, sagt Thomas Lassen. Er ist seit vorigem Jahr Fotowilder, hat „schon immer“ fotografiert, aber seine Leidenschaft erst jetzt wieder richtig entdeckt. In der Ausstellung zeigt er Schwarzweißbilder. Er ist der einzige, der das vorgegebene Thema „Bewegung“ auch politisch auffasst und ein Foto von der Dresdener Revolution 1989 zeigt. Das Thema wird ins Dramatische gesteigert, zeigt es doch ein Foto vom Foto des Ereignisses, ironischerweise ist es auch noch auf eine Betonmauer gepinnt. Sehr schön auch seine zusammengehörenden Surf-Bilder. Ein Surfer im Wasser und Jungs, die mit Handy vor einem Springbrunnen im Internet surfen.

Ausstellung endet am 9. April

Sonst viel Bewegendes als Bewegtes. Flüssigkeit, die ins Glas fällt (Beate Holl), eine Wasserbombe, die in dem Moment platzt, als der Auslöser betätigt wird (Marlen Peix baute dazu eine raffinierte Technik auf), eine Rauchwolke, die sich kringelt, mal weiß, mal schwarz (Robert Peters), Lichtmalereien (Norbert Schmidt, Fabian Pietzker), Schneeregenflocken im Wintergrau (Christine Johne), eine Baumwurzel mit verwittertem Holz (Lydia Peters), das Ruhe und Bewegung in sich vereint. Sich-Bewegendes als fahrendes Auto (Gertrud Reuber) oder Motorrad (Inge Müller), der Hintergrund in Streifen macht Tempo, flanierende Figuren (Heiko von Tippelskirch), die, lang genug belichtet, Bewegung einfrieren. Es gibt Kinder auf der Wasserrutsche (Hanne Sutor), Kind und Enkel (Brigitte und Simone Wanner), Pferde im Galopp (Jutta von Waldenburg), Ballettmädchen in Tütüs (Maria M.Koch) und die brillante Aufnahme eines Kartonträgers im Sonnenlicht (Karin Pfab).

Surreal wird es mit Photoshop. Christine Matouschek kreiert damit Dali-Uhren. Ulrike Mertz verfremdet klassisch mit Überblendungen. Die wunderbarsten Eindrücke schreibt aber das Leben selbst. Rita Enzinger hat auf 7500 Meter Höhe in Tibet einen Radfahrer entdeckt, der seinen Drahtesel auf dem Buckel über Schneefelder schleppt. Mit Wanderstock. So ein Bild vergisst man nie.

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