Die Geehrten des Jahres bei der Söckinger Feuerwehr: Damjan Plahuta, Florian Gappe, Vorsitzender Fritz Obermeier, Thomas Obermeier, Kommandant Hans Obermeier, Vanessa Obermeier, Johannes Schäffler, Norbert Gasser, Vizebürgermeister Dr. Klaus Rieskamp und Feuerwehrreferent Franz Heidinger (v.l.). Foto: Jaksch

Freiwillige Feuerwehr Söcking

Immer da, wenn man sie braucht

Söcking - Die Freiwillige Feuerwehr Söcking übernimmt heuer mehr Verantwortung: Der Landkreis stationiert ein neues Spezialfahrzeug bei der Wehr, die damit eine neue Bleibe für ihren Oldtimer suchen muss. Die Stadt will helfen.

Wer mehr Verantwortung bekommt, muss vorher viel geleistet haben – das gilt auch für Freiwillige Feuerwehren. Der Landkreis wird ein neues Spezialfahrzeug voraussichtlich ab Sommer bei der Söckinger Wehr stationieren, die dann bei größeren Einsätzen im ganzen Landkreis alarmiert wird. Die Aktiven um Kommandant Hans Obermeier wissen das zu schätzen, müssen deswegen aber ein anderes Problem lösen.

Schon vor Jahren hatte der Landkreis beschlossen, ein großes Tanklöschfahrzeug mit 4000 Liter Wasser – mehr als doppelt so viel wie normale Fahrzeuge – anzuschaffen. Nötig sind solche Tanker bei Großbränden und Feuern in Wald und Flur. Beim Brand in der Kompostieranlage in Hadorf im März 2015 wäre ein solches Fahrzeug beispielsweise nützlich gewesen, weil die Löschwasserversorgung über mehrere Kilometer erst aufgebaut werden musste. Wie der frisch ernannte Kreisbrandinspektor für den östlichen Landkreis Starnberg, Starnbergs zweiter Kommandant Helmut Schweickart, bei der Jahresversammlung der Söckinger Wehr am Dienstagabend erklärte, rechnet der Kreis im August mit der Lieferung des Fahrzeugs. Es wird dann im Söckinger Gerätehaus stehen und von den 36 Aktiven der Wehr bemannt.

Dass die Söckinger mehr Einsätze wegstecken, haben sie 2015 bewiesen: Die Zahl hat sich auf 62 glatt verdoppelt. 17 Brände waren es, listete Kommandant Obermeier auf, zwei Unfälle, einige Wohnungsöffnungen – und 20 Sturmschäden, vor allem durch Niklas Ende März. 492 Mann waren 605 Stunden im Einsatz, dazu kamen mehr als ein Dutzend Übungen. Mit Tieren hatten es die Aktiven voriges Jahr öfter zu tun – mit Bienen, Ringelnattern und einmal mit Kühen, die nachts ausgebüxt waren.

Vorstand Fritz Obermeier verwies auf das Interesse an der Arbeit der Wehr, die sich auch in 20 bis 25 Besuchern pro Tag auf der Internetseite zeige. Bei den übrigen Aktivitäten war die Wehr gut unterwegs mit Gauditurnier, Schafkopfen, Eistsockschießen und vielem mehr. Das fördert die Kameradschaft, die auch der Feuerwehrreferent des Stadtrates, Franz Heidinger, besonders hervorhob.

Oldtimer muss in andere Garage

Personell gab es einen Wechsel in der Führung, denn Damjan Plahuta gab nach zwölf Jahren das Amt des Jugendwarts an Thomas Meininger ab – Plahuta ist auch zweiter Kommandant. Eine ganze Reihe von Mitgliedern wurde geehrt: Florian Gappe ist seit zehn Jahren dabei, Thomas Obermeier und Johannes Schäffler wurden für 30 Jahre Dienst ausgezeichnet – und Norbert Gasser für 40 Jahre. Vanessa Obermeier wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Damjan Plahuta zum Oberlöschmeister. Mit Kilian Haunschild und Maximilian Zink konnte die Wehr auch zwei Jugendliche aufnehmen. Sechs Jugendliche sind es insgesamt.

In Vertretung von Bürgermeisterin Eva John überbrachte Vizebürgermeister Dr. Klaus Rieskamp den Dank der Stadt für das ehrenamtliche Engagement der Söckinger bei ihrer „wichtigen und manchmal gefährlichen Arbeit“. Die Söckinger seien immer da, wenn man sie brauche, und deswegen werde sich auch für das Platzproblem eine Lösung finden. Das hat mit der Stationierung des neuen Tankers zu tun, denn der kommt in die Garage, in der bisher der weiter angemeldete, aber nur für gesellschaftliche Anlässe verfügbare Feuerwehr-Oldtimer untergebracht ist. Für ihn sucht die Wehr nun eine neue, dauerhafte Bleibe.

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