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Viele fleißige Hände haben das SV-Vereinsheim in Inning am Samstag neu gedeckt.

Nach Sturm

Dach der Inninger Sportler wieder dicht

Die Inninger helfen sich selbst. Um das sturmgeschädigte Vereinsheim der Sportler wieder trocken zu bekommen, haben viele Freiwillige am Wochenende das Dach erneuert.

Inning Josef Ritzer dirigiert Gabelstapler „Manitou“ und reicht seinen Mitstreitern Dichtungsmaterial und Faserzementplatten aufs Dach des Vereinsheims. Der Enkel von Johann Ritzer ist einer von 15 fleißigen Helfern, die am Samstag seit 7.30 Uhr hämmern, schrauben und flexen, damit das Zuhause des Sportvereins Inning wieder dicht wird. Alle sind Mitglieder des Vereins, der Freiwilligen Feuerwehr, der Kirchenverwaltung oder einfach Inninger Bürger, die mit anpacken. Genutzt wird das Gebäude hauptsächlich von den Fußballern für Besprechungen. Voraussichtlich im kommenden Jahr zieht vorübergehend eine Gruppe des katholischen Kindergartens St. Johannes dort ein.

Grund genug für Martin Köbler mitzuhelfen, der gerade eingewiesen wird, wie man Dachplatten zurechtschneidet. Der Verwaltungsleiter der Pfarrgemeinde Herrsching war sofort zur Stelle, als Thomas Dahmen vom SV Inning nach Helfern suchte. „Wo ist der Akkuschrauber?“, schallt es über den Sportplatz. Vorsitzender Martin Slezina klettert mit dem Werkzeug über den First, gibt es weiter und steigt über das Gerüst wieder herab. „Die Sicherheitsvorschriften werden eingehalten“, betont Dahmen. Außer dem Kratzer an Köblers Nase als Folge einer Kollision mit dem Kamin laufen die Arbeiten ohne weitere Blessuren. „Wir wollten die Arbeiten vor dem Winter erledigt haben“, erklärt der Architekt.

Wegen der zahlreichen sturmgeschädigten Dachziegel und Wellbleche in Inning habe man keine Fachfirma für die Reparatur am Vereinsheim gefunden, sagt Bürgermeister Walter Bleimaier, der sich kurz blicken lässt. Also beschlossen die SV-Mitglieder, selbst Hand anzulegen. Zur Stärkung spendieren Bleimaier und Gemeinderat Walter Huttner Getränke und Leberkässemmeln.

Mit einem Meterstab balanciert Barbara Gradl-Dahmen über die Dachbalken. Sohn Valentin (17) schraubt eine Platte fest. Johann Ritzer, seines Zeichens Zimmerer, führt an diesem Tag Regie. Er leitet unter anderem Hotelier Constantin Grüner bei der Dachdeckerarbeit an. Der 25-Jährige hatte im Starnberger Merkur von der Aktion gelesen. „Für mich als Inninger war klar, dass ich mithelfe“, sagt er.

Um 14 Uhr ist das neue Dach komplett installiert. Jetzt können die Innenarbeiten beginnen, denn die Feuchtigkeit forderte ihren Tribut: Der Linoleumboden in der Küche muss erneuert, die Wände müssen teils neu verputzt werden. Das werden Fachfirmen erledigen.

Von Michèle Kirner

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