Feierlicher Moment: Bürgermeisterin Eva John durchschneidet das Band zum Rettungssteg. Jonas Fingerhut (Technischer Leiter DLRG Pöcking-Starnberg, l.), Markus Bucher (Wasserwacht Starnberg, 2.v.r) Christian Reichert (Kommandant Feuerwehr Starnberg, r.) und der Nachwuchs assistieren. foto: jaksch

Freundliches Miteinander auf neuem Steg

Starnberg - Der neue Rettungssteg am Undosa ist fertig, und Bürgermeisterin Eva John hofft auf ein freundliches Miteinander von Rettungskräften und Sonnenanbetern.

Der neue Rettungssteg beim Undosa an der Starnberger Seepromenade ist am Samstag bei strahlend schönem Wetter offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. „Der Bau dieses Stegs war ein Kraftakt, der nur gelungen ist, weil viele Leute an einem Strang gezogen haben“, dankte Bürgermeisterin Eva John den Beteiligten. Der neue Steg habe „eine Doppelfunktion, in der öffentlichen Wahrnehmung ist es ein Rettungssteg, zugleich aber auch ein barrierefreier Zugang zum See“, so John bei der Einweihung.

Die 45 000 Euro teure, T-förmige Holzkonstruktion - etwa in Höhe des früheren, beliebten Bade-Steges positioniert - war bereits im Mai von einer Spezialfirma fertiggestellt und auch bei Einsätzen der Wasserwacht als Anlaufpunkt genutzt worden. Laut Eva John hatte man sich wegen des bestmöglichen Standorts noch einmal mit BRK, Wasserwacht, Feuerwehr, DLRG sowie dem Volkstrachtenverein - er richtet das Fischerstechen an der Seepromenade aus - beraten. Ursprünglich hatte es einen Beschluss des Starnberger Bauausschusses gegeben, der eine Position weiter südlich vorsah: Stadtrat Gerd Weger (CSU) wies am Rande der Einweihung darauf hin, dass seine Fraktion den Antrag für den neuen Standort eingebracht hatte, und zeigte sich irritiert, dass er von dem Termin am Samstagmittag seitens der Rathausverwaltung nicht informiert worden war, sondern davon nur aus der Zeitung erfahren hatte.

Dennoch waren einige Stadträte erschienen, um mit der Bürgermeisterin und den Rettungskräften auf den neuen Steg anzustoßen. Die Pfarrer Dr. Stefan Koch (evangelische Gemeinde) und Tamas Czapf (in Vertretung des katholischen Stadtpfarrers Haas) sprachen Fürbitten und ein gemeinsames Vaterunser, ehe Rathauschefin John das rote Band zum Steg durchschnitt und mit einigen in den See gekippten Sektspritzern auch den „weltlichen Segen“ vornahm. Ein Polizeiboot und zwei Boote des BRK und der Feuerwehr waren während der Zeremonie am Steg „längsseits“ gegangen, und Markus Bucher von der Wasserwacht nutzte die Gelegenheit, neben Dankesworten in Namen aller Beteiligten auch darauf hin zu weisen, dass ein Hinweisschild sinnvoll wäre. Ein solches Schild würde die Priorität der Nutzung des Steges durch die Rettungskräfte auch den Badegästen gegenüber deutlich machen. Entsprechende Negativ-Erfahrungen mit unbelehrbaren Sonnenanbetern habe er heuer bereits gemacht, sagte Bucher. Eva John äußerte die Hoffnung auf „ein freundliches Miteinander“. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung vom Munich Horn Quartet und Patrick Berg von der Städtischen Musikschule.

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