Der Tutzinger Liste stehen Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg, Christine Gunz-Kahlau, Gerd Bittl-Fröhlich und Vorsitzender Peter Benkowitz (v.l.) vor. Foto: Jaksch

Frischer Wind mit breiter Bürgerbeteiligung

Tutzing - „Für ein faires Miteinander“ will sich die Tutzinger Liste einsetzen. Das heißt für die Gruppierung, die sich nicht als Partei versteht, vor allem eines: breite Bürgerbeteiligung und Sachdiskussion.

„Breite Bürgerbeteiligung auf der Sachebene und Themen, wie die Mitglieder sie haben wollen, nicht der Vorstand“, umschreibt Pressesprecher und Beiratsmitglied Gerd Bittl-Fröhlich den basisorientierten Stil. Das Leitbild der Tutzinger Liste verwendet häufig das „Wir“ und spricht schon in der Präambel davon, dass „jeder Einzelne Teil der Gemeinschaft“ sei - zum Wohle aller Tutzinger.

Die 2014 für den Gemeinderat antretende Liste ist grundsätzlich offen für jedermann und hat sogar Mitstreiter aus anderen Parteien in ihren Reihen. Auslöser und Triebfeder, so Bittl-Fröhlich, sei bei vielen das Gefühl gewesen, „dass in Tutzing nichts vorangeht“. Doch aus dem Gefühl von kommunalpolitischer Lähmung und Ohnmacht sei eine Art gemeinsamer Schub entstanden, es besser zu machen als die Vertreter des Lagerdenkens: Sachbezogenheit und eine andere, tolerante Gesprächskultur möchte die Tutzinger Liste in den Gemeinderat einbringen, wenn der Bürger sie denn dort haben will.

„Ich begrüße es außerordentlich, wenn diese neue Kraft in den Gemeinderat einrücken wird“, sagte Bürgermeister Dr. Stephan Wanner. Er schätzt den Ansatz, der die zurückliegenden fünfeinhalb Jahre mit aus seiner Sicht teils frustrierender Arbeit im Plenum vergessen machen könnte. Dennoch werde er auch weiterhin fraktionslos bleiben, sagte Wanner, und „mich völlig raushalten“.

Aus den aktuell etwa 25 bis 30 Mitgliedern (sowie auch aus Nichtmitgliedern) haben sich bei der Liste bereits sieben Arbeitsgruppen herausgeschält, die die Themenfelder Wirtschaft, Kultur, Menschen/Bürger, Ortsentwicklung, Tourismus, Verkehr sowie Umwelt/Natur beackern. Jeweils ein Teamleiter berichtet dem Vorstand von den Gesprächsergebnissen und trägt die den Bürgern auf den Nägeln brennenden Themen an diesen heran - basis- und bürgernahe Strukturen sollen hier gelten, verstärkt vom Internet-Auftritt unter www.tutzinger-liste.de. Dort soll eine Ebene für jedermann etabliert werden. Sämtliche „Ideen, Anregungen, Stimmen und Bewegungen“ möchte man aufnehmen und widerspiegeln: „Dass jemand bei uns abgewürgt wird wie in anderen Gruppierungen, wird es nicht geben“, sagte Bittl-Fröhlich. Man will „verlängerter Arm und Sprachrohr“ jener Tutzinger sein, die sich bislang ungehört und übergangen fühlen.

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