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So soll der Täter aussehen.

Fahndung nach dem Mann mit stechendem Blick

„Für einen Moment stand er noch mal vor mir“: Bei diesem Phantombild muss das Opfer schlucken

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    Hanna von Prittwitz
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Die Kriminalpolizei fahndet jetzt mit einem Phantombild nach dem Räuber, der im November eine Starnberger Geschäftsfrau überfallen hat. Der Bursche war damals mit einem Messer bewaffnet.

Starnberg – Dünner Oberlippenbart, stechender Blick aus dunklen Augen, die Kapuze des Pullovers tief in die Stirn gezogen – so stand der Kerl am 24. November vergangenen Jahres gegen 17.45 Uhr auf einmal vor Christine Langer, der Inhaberin des Geschäfts „Nadel und Faden“ in der Ludwigstraße. Er fuchtelte mit einem Messer herum und flüchtete schließlich mit 50 Euro Bargeld in Richtung Kaiser-Wilhelm-Straße (wir berichteten). Nun gibt es ein Phantombild von dem Räuber – Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen, ihm so auf die Spur zu kommen.

„Die bislang vorliegenden Hinweise haben leider nicht zum Erfolg geführt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gestern Nachmittag dem Starnberger Merkur. Und so fertigten Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) in München das Phantombild aufgrund von Zeugenaussagen an. Am zuständigen Amtsgericht erging dann der richterliche Beschluss, mit diesem Bild auch an die Öffentlichkeit zu gehen.

Der Täter ist 17 bis 19 Jahre jung, 1,75 bis 1,80 Meter groß und sehr schlank. An jenem 24. November, einem Freitag, war er mit einem dunklen Kapuzenshirt und einer dunklen Hose bekleidet. Er sprach deutsch. Hinweise auf den Räuber nimmt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter Tel.: (0 81 41) 61 20 entgegen.

Als Christine Langer das fertige Phantombild zum ersten Mal sah, musste sie schon schlucken. „Für einen Moment stand er nochmal vor mir“, sagt die 60-Jährige. An der Erstellung des Bilds war sie beteiligt, und die Art und Weise, wie sorgfältig eine Mitarbeiterin des Landeskriminalamts da vorgegangen sei, habe sie sehr beeindruckt. „Das Bild ist ihm wirklich ähnlich. Er hat ganz genau so ausgesehen.“

Abgesehen von dem kleinen Schreckmoment bei der ersten Betrachtung aber hat Christine Langer den Überfall gut überstanden. „Es geht mir gut, ich habe das abgehackt, keine Albträume, nichts“, sagt sie. Wobei sie schon manchmal überlegt, wie das wohl wäre, wenn der Kerl nochmal auftauchen würde. Für diesen Fall ist sie aber gewappnet: Sie hat in ihrem Geschäft Kameras installieren lassen und auch noch ein Alarmgerät, „das lauter ist als jeder Feuermelder“.

Dass sie den Vorfall so gut verkraftet hat, führt Christine Langer vor allem auf eines zurück: „Ich hatte in dem Moment mehr Wut als Angst.“ Voller Zorn stellte sie sich dem Mann in den Weg, fuhr ihn an und verhinderte so, dass er selbst in die Kasse greifen konnte. Schließlich drückte sie ihm 50 Euro in die Hand und schmiss ihn raus. „Jetzt hoffe ich mal, dass die Fahndung Erfolg hat.“

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