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Umstritten: Überwege am Bahnhof Nord. 

Weniger markierte Überwege

Fußgängerfurten: Landratsamt stellt Stadt Frist bis Ende der Woche

Der Ärger geht weiter: Die Stadt Starnberg und der Landkreis sind sich nicht einig, ob an mehreren Stellen die Fußgängerfurten zulässig sind. Bis Ende der Woche könnten diese sogar verschwunden sein.

Starnberg– Beim Tempo 40 wegen Lärmschutz auf der Hanfelder Straße sind sich Stadt und Landratsamt uneins, und auch bei einigen so genannten Fußgängerfurten im Stadtgebiet geht der Ärger weiter. Die Kreisbehörde hat die Stadt aufgefordert, bis Ende der Woche mehrere der markierten Überwege zu entfernen.

Solche Furten sind an mehreren Stellen im Stadtgebiet zu finden, an der Leutstettener Straße im Bereich Bahnhof Nord, im Bereich Schulstraße/Hirschanger oder an der Ludwigstraße. Die markierten Furten sind keine Überwege wie Zebrastreifen, sondern mehr ein Hilfsbereich für Fußgänger, den es nach Angaben der amtierenden Kreissprecherin Barbara Beck nur unter wenigen Bedingungen geben darf: nur dort, wo es eine Ampel gibt oder Schülerlotsen den Verkehr regeln. „Ansonsten sind sie unzulässig“, erklärte Beck auf Anfrage. Die Untere Verkehrsbehörde am Landratsamt habe die Beseitigung verlangt, nachdem sie die Furten auf Hinweis der Polizei geprüft habe.

Laut Polizei suggerieren Furten nur Sicherheit

Oliver Jauch, Verkehrssachbearbeiter der Starnberger Polizeiinspektion, weiß wohl, warum die Furten nur unter strengen Vorgaben erlaubt sind: Sie deuten Fußgängern an, sie hätten besondere Rechte, an dieser Stelle die Straße zu queren – das ist jedoch falsch. Damit suggerierten die Furten eine Sicherheit, die es nicht gebe – und das sei gefährlich.

Die Stadt hat noch nicht entschieden, wie sie reagiert. Rathaussprecherin Lena Choi: „Der Stadt liegt ein Schreiben des Landratsamtes vor, wonach die Entfernung von Fußgängerfurtmarkierungen gefordert wird. Die Verwaltung prüft diesen Vorgang derzeit und wird sich gegenüber dem Landratsamt zeitnah äußern.“ 

Weitere interessante Nachrichten aus der Stadt Starnberg finden Sie hier.

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