Für Starfighter-Pilot Ferdinand Eckert wurde im Wald bei Königswiesen eine Gedenkstätte errichtet. Foto: limmer/fkn

46 Jahre nach Starfighter-Unglück

Gedenken an der Absturzstelle

Gauting - Ein Militärjet stürzt im Wald bei Königswiesen ab - vor 46 Jahren ist dies passiert. Ganz geklärt ist die Ursache des Unglücks noch nicht. Die Absturzstelle wird nun zu einer Gedenkstätte.

Mit eineinhalbfacher Schallgeschwindigkeit fliegt Ferdinand Eckert über das Würmtal. Er sitzt in einer Starfighter F-104 und führt einen Werkstattflug von Landsberg am Lech über Mindelheim und zurück durch. Auf Höhe Augsburg findet der letzte Funkkontakt zwischen Eckert und dem Tower statt. Um 14.58 Uhr stürzt der Pilot mit seinem Militärjet in einem Waldstück bei Königswiesen ab. Passiert ist dies am 17. April 1968.

Noch heute ist die Ursache des Unglücks nicht aufgeklärt. Zeitzeugen spekulieren, dass Eckert bewusst in den Wald gesteuert ist, um einen Absturz in Gauting (Reismühler Siedlung) zu vermeiden. Diese Vermutung hat sich nach der Herausgabe eines Berichts der Gautinger Jugendfeuerwehr erhärtet. Wie berichtet, hatten die Jugendlichen unter der Redaktion von Annabelle Wörner und Stephan Limmer im November 2013 ein 150 Seiten umfassendes Heft zu dem Absturz veröffentlicht. 160 Exemplare wurden gedruckt, alle wurden verkauft, zwei liegen in der Gemeindebücherei zur Ausleihe.

Zum Todestag von Eckert haben Limmer und Wörner ein Gedenken für den Starfighter-Piloten organisiert. Um Punkt 14.58 Uhr läuteten an der St. Ulrich-Kapelle eine Minute lang die Glocken, und rund 17 Zeitzeugen und Feuerwehrler hielten eine Gedenkminute ab. Am Abend saßen die Teilnehmer und weitere Besucher im Stüberl der Gautinger Feuerwehr, um ihre Erinnerungen Revue passieren zu lassen. „Zusammen mit den Jugendlichen der Feuerwehr Gauting und den anwesenden Zeitzeugen bleibt dieser Abend allen Anwesenden als ein beispielloser Abend für die Geschichtserhaltung und Kommunikation zwischen Jung und Alt sicherlich in bester Erinnerung“, berichtet Werner Limmer.

Die Gedenkfeier ist auch für die kommenden Jahre angedacht. Zudem wurde der Weg von der St. Ulrich-Kapelle Richtung Bahndamm mit einem Hinweisschild und einem Trampelpfad versehen. Limmer: „Sicherlich für den ein oder anderen Spaziergänger oder Radfahrer ein schöner Ort zum Verweilen und Innehalten.“

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