Gautings Baseballnachwuchs hat sich bei den Indoor-Meisterschaften hervorragend geschlagen. foto: jaksch

Gauting Indians erbeuten zwei Titel

Gauting - Bei den inoffiziellen Deutschen Meisterschaften im Indoor-Baseball triumphieren das Herrenteam und die Schüler.

So erfolgreich waren die Gautinger Baseballer schon lange nicht mehr bei ihrem Turnier. Gleich zwei Titel sackten die Indians bei den inoffiziellen Deutschen Meisterschaften ein. Sowohl die Herren als auch die Schüler legten die gebotene Zurückhaltung des Gastgebers ab und feierten stolze Siege. Die Junioren und die Jüngsten landeten auf einem dritten beziehungsweise zweiten Platz.

Lob ernteten die Indianer aber nicht nur für ihre sportliche Leistung, sondern auch für die gesamte Organisation. „Es war wieder eine klasse Veranstaltung“, bekam Rupert Kleinknecht des Öfteren zu hören. Der Turnier-Chef hatte erstmals einen aktuellen Ergebnisdienst im Einsatz. Und so konnten sich die Fans zu Hause über Computer und die Spieler in den Gautinger Turnhallen über ihre Smartphones direkt über die aktuellen Resultate und Tabellenstände informieren.

Neben diesen technischen Spielereien sorgte vor allem das hohe Niveau in den einzelnen Spielklassen für Begeisterung. Vor allem die Vereine aus Baden-Württemberg, die statt zu ihren Landesmeisterschaften nach Ulm lieber an die Würm gefahren waren, mussten ihr Kommen nicht bereuen. Vor allem bei den Herren war Spannung garantiert. Nach Abschluss der Vorrunde trennten nur zwei Punkte die ersten sechs der insgesamt 13 Mannschaften.

Die Indians, die sich den ersten Rang gesichert hatten, blieben auch in den Playoffs auf der Erfolgsspur und zogen nach einem 6:5 über die Freising Grizzlies ins Endspiel ein, wo sie auf die Stuttgart Reds trafen, die sich ebenfalls nur hauchdünn gegen die Gammertingen Royals durchgesetzt hatten (7:6). Auch das Finale war nichts für schwache Nerven. Die Rothäute setzten sich am Ende mit 3:2 gegen die Roten durch.

Anders gelagert waren die Kräfteverhältnisse bei den Schülern. Die Gautinger dominierten ihre Gruppe nach Belieben und kanzelten sowohl Grünwald (19:9) und Passau (20:5) als auch Füssen (20:5) regelrecht ab. Nur gegen Regensburg fiel der Sieg etwas niedriger aus (8:2). Im Halbfinale wurden die Indians ihrer Favoritenrolle gegen Füssen (19:4) voll und ganz gerecht. Im Finale ging es noch einmal gegen die Buchbinder Legionäre, die dieses Mal aber mit 38:9 nach Hause geschickt wurden. „Es gibt bei uns keine Mercy-Rule“, erklärte Kleinknecht, warum nichts und niemand die Oberpfälzer vor dem Desaster retten konnte.

Neben den Herren und Schülern sorgten die Junioren für ein weiteres Erfolgserlebnis. Sie gewannen das kleine Finale gegen Füssen mit 10:7. Den Titel holten sich die Stuttgart Reds mit einem satten 9:1 über Freising. Auch der zweite Platz der T-Baller erfüllte die Indians mit Stolz, auch wenn ihre Jüngsten nur zwei Gegner hatten. Der letzte Platz der Damen, deren lichte Reihen mit Spielerinnen aus Peißenberg aufgefüllt wurden, fiel deshalb nicht so schwer ins Gewicht. Die Meisterschaft ging auch hier nach Stuttgart, während bei den Jugendlichen Regensburg die Nase vorn hatte.

Die positive Resonanz macht Kleinknecht Mut für die 20. Auflage des Turniers im nächsten Jahr. „Ich kann mir vorstellen, dass alles eine Hausnummer größer wird“, hegt der Organisations-Chef schon ehrgeizige Pläne. Zum Jubiläum würde er auch gerne die Turnhalle vom Zweckverband Realschule anmieten. Dann stünden den Baseballern acht Spielfelder zur Verfügung, was es bis dato noch nie in Deutschland gegeben hat. „Das wäre das größte Turnier“, freut sich Kleinknecht schon auf dem Termin am 11. und 12. Februar kommenden Jahres.

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