Bucheinbände der besonderen Art: Edle Materialien verwendet die Künstlerin Mechthild Lobisch aus Gauting, um Bücher in besonderem Glanz erscheinen zu lassen. Foto: jaksch

Mechthild Lobisch gibt Büchern besondere Gesichter

Gauting - Große Ehre für eine Gautingerin. Mechthild Lobisch bekommt den Oberbayerischen Kulturpreis verliehen. Die bildende Künstlerin ist international erfolgreich, in Deutschland aber eher weniger bekannt.

Arbeiten von Mechthild Lobisch stehen in der Nationalbibliothek Paris, in der Königlichen Bibliothek Den Haag. Und auch in der Pinakothek der Moderne in München. In Deutschland ist die Gautinger Künstlerin, spezialisiert auf Grafik und Einbandkunst, jedoch wenig bekannt.

„Das Gestalten von besonderen Bucheinbänden ist eine Kunst, die hier nicht so verbreitet ist. In Frankreich, Belgien oder England ist das viel präsenter“, erklärt Lobisch. Dabei ist nicht die Rede von einem Harry-Potter-Einband, sondern individuellen Exemplaren, die meist private Sammler in Auftrag geben.

Lobisch ist gefragt: Schließlich gilt sie laut Bezirk Oberbayern als führende Vertreterin, was die zeitgemäße Einbandkunst und Buchgestaltung angeht. Deswegen erhält sie 2013 den Oberbayerischen Kulturpreis.

Lobisch ist am Freitag 72 Jahre alt geworden. Der Kulturpreis ist somit für sie Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk zugleich. „Ich war sehr überrascht, denn ich habe nie damit gerechnet“, erklärt die Gautingerin.

Sie hofft, dass die Öffentlichkeitswirkung des Preises zum Bekanntmachen ihres Berufsstandes beiträgt. „Jedes Buch, das ich gestalte, ist ein Unikat. Wir sprechen hier von sehr teuren Büchern. Der Auftrag kann von einem Sammler kommen, der einen speziellen Einband will, als auch von einer Bibliothek."

Der Oberbayerische Kulturpreis ist die höchste kulturelle Auszeichnung des Bezirks Oberbayern. Kommendes Jahr wird er am Sonntag, 14. Juli, im Rahmen der 19. Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage in Traunreut verliehen. Der Preis ist derzeit mit jeweils 5000 Euro dotiert.

Berühmte Persönlichkeiten, die den Preis bereits erhalten haben, sind unter anderem: Enoch Freiherr von und zu Guttenberg (1987), Hans Clarin (1996), Otfried Preußler (1997), Vicco von Bülow (1999), Gerhard Polt (2007) und Marianne Sägebrecht (2009).

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