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Symbolbild

Breitbandversorgung

125 000 Euro für schnelles Internet

Gauting - Die Gemeinde Gauting will Lücken in der Breitbandversorgung schließen. Ein Fachbüro ermittelt nun den Status quo.

Mit langsamem Internet mühen sich Büros und Privathaushalte im Gautinger Westen, aber auch in Unterbrunn und Buchendorf ab. Um auch die ländlichen Gemeindegebiete mit schnellem Internet zu versorgen, beteiligt sich Gauting am aktuellen Breitbandförderverfahren des Freistaates Bayern. Für den Ausbau des Breitbandnetzes am Ort nimmt der Gemeinderat ordentlich Geld in die Hand: 125 000 Euro sind im Haushalt eingestellt.

Das Gemeindegebiet von Gauting sei bei der Internetnutzung noch nicht lückenlos mit mindestens 50 Megabit Leistung versorgt, teilte Bauamtschef Rainer Härta in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Obwohl es in der ersten Stufe des Förderverfahrens von 2014/16 geheißen habe, Gauting verfüge jetzt flächendeckend über optimale Breitband-Anschlüsse. Unterversorgt seien immer noch die Ulmen-, Ahorn- und Römerstraße im Hauptort Gauting: Auch in Unterbrunn und Buchendorf gebe es nach wie vor Lücken in der Versorgung, bedauerte Härta. Im ersten Schritt müsse ein Fachbüro die Ist-Situation ermitteln. Weil der Freistaat nur 60 Prozent der Kosten übernimmt, hat der Rat vorsorglich 125 000 Euro für den Breitbandausbau in den aktuellen Haushalt eingestellt.

Britta Hundesrügge (FDP) wollte dieses Vorgehen nicht so recht einleuchten, vor allem nicht die geplante Bestandsaufnahme. Jeder Hausbewohner wisse doch, ob er ans Breitband angeschlossen ist, wenn er bei der Telekom einen Anschluss beantragt, meinte die Liberale mit Hinweis auf Gautings leere Kassen. Das müsse doch nicht die Gemeinde zahlen. Es gebe Telekom- und Kabel-Deutschland-Kunden in Gauting, erwiderte Härta. Durch Anbieterwechsel bräuchten Nutzer zudem höhere Geschwindigkeiten. Die seien in Gauting nicht überall gewährleistet.

Für die Ertüchtigung des Breitbandnetzes müsse etwas getan werden, sagte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Deshalb ermittele zunächst ein Fachbüro die unterversorgten Gebiete. Einstimmig stimmte der Rat dem Vorgehen zu. Über die konkrete Auftrags-Vergabe wird später getrennt entschieden.     cc

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