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Die Sieger und die Bürgermeisterin: Dr. Brigitte Kössinger (3.v.l.) ehrte Raphael Hansen, Marita Hansen, Werner Hillebrand-Hansen, Hans Wunderlich, Jörg Neumann, Uli Prange, Mandy Herold-Scholz, Tobias Gerold, Dirk Asmus, Stefan Falk, Kreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster und Reto Waldvogel (v.l.). 

6. Elektro-Rallye 

2723 Kilometer zur eRUDA angereist

Gauting war am Sonntag Zielort der sechsten Elektro-Rallye eRUDA (elektrisch rund um den Ammersee). 259 Elektrofahrzeuge fuhren nach und nach geräuschlos beim Rathaus vor.

Gauting – „Damit haben wir einen Rekord aufgestellt“, gab sich Marita Hansen, Mitveranstalterin der dreitägigen Rallye, mehr als zufrieden. Die Elektropiloten kamen aus fünf Ländern. Thomas Kallwaß hatte die weiteste Anreise mit 2723 Kilometer hinter sich. Mit seinem Opel Ampera war er aus St. Petersburg angereist. Ein anderer Osteuropäer ist bei eRUDA stets dabei: Milan Rajchl war mit seinem Sohn im Nissan Leaf 15 Stunden aus Tschechien ins Fünfseenland gekommen.

Keine Pannen gab es beim Laden der Batterien bei der Rallye über die 362 Kilometer lange Strecke, teilt Marita Hansen mit. Einziges Problem waren die Staus nach der Alpenpass-Überquerung am sonnigen Samstagnachmittag. Beim Gautinger Rathausplatz präsentierten Student Felix Schneckenburger und Horst Pipp, Elektromobil-Pionier von emobay (Elektromobile Bayern), den Besuchern ihren offenen Zweisitzer Sport Erod.

Aus einem Bausatz des Schweizer Partners Kyburz hat der gelernte Industriemechaniker und jetzige Elektrotechnik-Student Schneckenburger den Flitzer zusammengebaut. Der Elektro-Rennwagen mit gigantischer Beschleunigung ist auf 120 km/h begrenzt, sagt sein Chef Horst Pipp. Der Inhaber der EMM (Elektro Mobile München) in Eching, hat aber auch „alltagstaugliche“ Mobile im Angebot: Mit dem Dreirad Kyburz, einem Kleintransporter mit 45 km/h, fahre zum Beispiel ein einarmiger Briefträger in Augsburg problemlos die Post aus. Pipp ist überzeugt: Kleinen und wendigen Elektromobilen, zum Beispiel dem Fiat 500 California oder dem Elektro-Vespa-Roller mit Ladefläche, der berühmten Ape, gehört die Zukunft.

„Wir hoffen, die Menschen zu motivieren, auf Elektromobilität umzusteigen“, sagte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Die Ladetechnik für bis zu 300 Kilometer Reichweite werde immer besser. Anfang November werde Kreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster ein einheitliches System mit Ladesäulen im Landkreis starten, ergänzte Gautings Energie- und Umweltmanager Wilhelm Rodrian. Ladestationen von Privatanbietern sind am Gautinger Bahnhof, am Rottenfußer Platz und am Bürgertreff Stockdorf geplant, sagte Kössinger. Sprach’s und ging mit gutem Beispiel voran: Ihren Heimweg trat sie mit dem Fahrrad an.

Christine Cless-Wesle

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