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Einen Ausbau der Bahnbrücke lehnen die Königswiesener ab aus Sorge vor mehr Verkehr ab. Foto: Dr. Matthias Ilg

Ärger wegen Bahnunterführung in Gauting: Keine Antworten auf dringliche Fragen

Bahn, Landkreis und Gemeinde Gauting beharren beim Neubau der Bahnunterführung Königswiesen weiter auf der Maximallösung. „Der Schildbürgerstreich geht weiter“, kommentieren Vertreter der Initiative „Gegenverkehr L(i)ebenswertes Königswiesen“.

Königswiesen Die Regierung von Oberbayern hatte erneut Deutsche Bahn, Landkreis, Gemeinde Gauting und Königswiesener Bürger zu einer Anhörung zum Neubau der Bahnüberführung in Königswiesen geladen. „Es hat keine Antworten auf die dringlichen Fragen der Königswiesener Bürger gegeben“, berichtet Fritz Huber von der Bürgerinitiative (BI) „Gegenverkehr L(i)ebenswertes Königswiesen“. Damit drohe weiterhin der Maximalausbau der Eisenbahnbrücke, warnen die BI-Vertreter.

„Noch mehr und vor allem auch Schwerlastverkehr“ werde das auf 4,50 Meter erhöhte und auf neun Meter verbreiterte Brückenbauwerk der Bahn anlocken, ist die Sorge der Ortsteil-Bewohner. Das Brückenbauwerk verringere die Sicherheit für Fußgänger und Radler – und führe zu einer fast zweijährigen Vollsperrung der Ortsdurchfahrt durch reines Wohngebiet, argumentiert die von Rechtsanwalt Sebastian Heidron (Kanzlei Labbé, München) vertretene BI. „Profitieren wird vom gewaltigen Neubau der Brücke auf Steuerzahlerkosten lediglich der Lkw- und Pkw-Durchgangsverkehr zu Lasten der Einwohner von Königswiesen und Gauting“, schreibt die BI in ihrer aktuellen Pressemitteilung. „Auch für den Bahnverkehr ergeben sich aus dem Neubau keine Verbesserungen.“

Radikale Wende gefordert

Königswiesen werde nach dem Ausbau „zur bevorzugten, weil kürzesten und schnellsten Fahrtroute für Lkw-Verkehr von der Starnberger Westumfahrung von und nach Gauting sowie zwischen den Autobahnen A95 und A96“. Der Gautinger Gemeinderat habe der Maximallösung trotz vorliegender Alternativvorschläge „gegen die Interessen der in Königswiesen lebenden Bürger zugestimmt“, erinnert Fritz Huber. Es bleibe der Eindruck, dass Bahn, Kommune und Landkreis einen Plan für den weiteren Ausbau des Straßenverkehrs haben, von dem sie sich nicht abbringen ließen. „Deshalb fordern wir eine radikale Wende in der Planung, hin zu einem 1:1-Ersatz oder einer Renovierung der bestehenden Eisenbahnunterführung.“ Das wäre die beste Lösung für Verkehrssicherheit und Lebensqualität – und gegen „ausufernden Verkehr in und um Gauting“. Die Königswiesener wollen weiterhin entschieden für eine solche Lösung kämpfen.

Das Projekt sei noch im Stadium der Planfeststellung, sagt Huber. Erst nach dem Feststellungsbeschluss könne dagegen geklagt werden. Die Gemeinde war bei der Anhörung durch Tiefbau-Ingenieurin Beatrice Bruns vertreten, bestätigt Rathaussprecher Fred Rauscher. Beim Bau der Unterführung habe aber die Deutsche Bahn „das Sagen, nicht die Gemeinde“.

Christine Cless-Wesle

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Die Serie von Anrufen falscher Polizeibeamter im Landkreis Starnberg reißt nicht ab. Am Donnerstag ist eine 72 Jahre alte Frau in Gauting Opfer der Betrüger geworden. Die Polizei warnt derweil vor einer neuen Masche der Täter.

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