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Vom absoluten Halteverbot sind die Anlieger der Gautinger Margaretenstraße überrascht worden. Sie halten es für überflüssig.

Verkehr

Anlieger verärgert über absolutes Halteverbot im Gautinger Badviertel

Die Anwohner des Gautinger Badviertels fühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger hat bereits um Überprüfung des Halteverbots gebeten. 

Gauting – Anlieger der Margaretenstraße im Gautinger Badviertel sind angefressen. In einer Nacht- und Nebel-Aktion, behauptete Alex Kampmeier verärgert in der Bürgerfragestunde vor der jüngsten Gemeinderatssitzung, habe Ordnungsamtsleiter Maximilian Donner kurz vor Weihnachten an dieser Straße beidseitig Halteverbotsschilder aufstellen lassen. Der sogenannte ruhende Verkehr habe sich in die viel schmalere Luisenstraße verlagert, berichtete Sophie Schranner.

Wegen des „absoluten Halteverbots“ könne sie den Bus des Kriseninterventionsteams (KIT) der Malteser nicht mehr vor ihrer Haustür abstellen, empörte sich Krankenschwester Alexandra Jaquet in der Bürgerfragestunde. Sie sei nun gezwungen, auf den KIT-Bus ganz zu verzichten. Stattdessen müsse sie mit ihrem eigenen Pkw zu Kriseneinsätzen fahren. Betroffen seien auch ihre vier erwachsenen Kinder und ihr Ehemann, die sich ehrenamtlich bei der örtlichen Feuerwehr und beim BRK-Rettungsdienst engagierten. Deshalb stehe häufiger das Helfer-vor-Ort-Fahrzeug vor der Haustür der Familie. Jedenfalls bisher. Mit parkenden Fahrzeugen habe es auf der Margaretenstraße noch nie ein Problem gegeben, wunderte sich Alexandra Jaquet über das Halteverbot. Feuerwehrauto und Müllfahrzeug hätten ohne Behinderung passieren können. Ohne die parkenden Fahrzeuge würde der Verkehr jetzt schneller durch die Margaretenstraße „rasen“, ergänzte Kampmeier: „Unsere Kinder leben dort neuerdings gefährlich.“

Ihr seien die Beschwerden bereits zu Ohren gekommen, sagte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Den neuen Ordnungsamtsleiter habe sie deshalb schon um Überprüfung gebeten. Ihre Vermutung: Die Polizei könnte bei der üblichen Verkehrsschau Bedenken hinsichtlich des ungehinderten Durchkommens von Rettungsfahrzeugen geäußert haben. Dass die Anwohner ohne Vorwarnung mit dem Halteverbot vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, „hat auch mich irritiert“, räumte die Bürgermeisterin ein.

Wolfgang Schaepen glaubte, das Problem ausgemacht zu haben: einen 40-Tonner, der das Restaurant beim Schwimmbad beliefere. Der Lkw sei mehrfach an der engen Kurve zur Theresienstraße steckengeblieben. Schaepen empfahl eine generelle Beschränkung auf sieben Tonnen im Badviertel: Rettungsfahrzeuge und Schneepflug kämen dann trotz Parkern durch.  cc

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