Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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Es war eine Sensation: Stefan Mühlemeier fand Reste der alten Römerstraße in Gauting Süd. Mehr wurde bei jüngsten Grabungen aber leid er nicht mehr gefunden. 

Ausgrabungen

Keine weitere Spur von antiker Autobahn

Die ersten Funde waren vielversprechend. Doch leider bricht die lange gesuchte Römerstraße, von der Reste in Gauting gefunden wurden, spurlos ab. Die Archäologen sind enttäuscht.

Gauting – „Etwas armselig“, sagt Hansjörg Hägele von der Gesellschaft für Archäologie enttäuscht. Bei der Grabung auf dem Baugrundstück Am Steg 14, direkt an der Würm in Gauting, hat Archäologe Hans-Peter Volpert nämlich nur ein paar römerzeitliche Grubenabfälle gefunden. „Die Fortsetzung des von Stefan Mühlemeier entdeckten römischen Straßengrabenrests bricht an der Brücke zum römischen Vicus Bratananium (heute Badviertel) leider ab“, bedauert Volpert.

Vor einem Jahr war es die große Sensation: Auf dem Baugrund der damals geplanten Leichtbauhalle für 120 Flüchtlinge an der Leutstettener Straße hatte Archäologe Stefan Mühlemeier Relikte der alten, lange gesuchten Römerstraße freigelegt (wir berichteten). Die historische Fernverbindung vom römisch-keltischen Kernort Bratanaium führte demnach in Gauting-Süd über die Würm. Am Buchendorfer Berg traf die Trasse dann schräg auf die Römerstraße Augsburg-Salzburg. An der Hangkante des Buchendorfer Bergs war eine Art Autobahn-Knotenpunkt der Antike, erläuterte Mühlemeier damals.

Nicht nur Hansjörg Hägele von der Gesellschaft für Archäologie war gespannt: Wo führte wohl die römerzeitliche Trasse aus Richtung Süden genau über die Würm? „Dort beim Steg, neben dem katholischen Kindergarten, muss ein Übergang gewesen sein“, vermutet Hägele. Andernfalls hätte Mühlemeier nicht auf der gegenüberliegenden Uferseite den römerzeitlichen Straßengraben entdeckt.

Hägele war auch bei den aktuellen Grabungen von Hans-Peter Volpert mit dabei. „Nur ein Stück abgebrochener Reibschale“ sei in einer Abfallgrube gefunden worden, so der Gautinger enttäuscht. Die römischen Siedlungsbefunde auf dem Baugrundstück Am Steg 14 waren spärlich, bestätigt der Archäologe. Denn ein Drittel des Grundstücks war durch den Keller des schon abgerissenen Vorgänger-Hauses zerstört. Er habe lediglich noch ein paar Gruben und Pfosten aus dem späten 1. und 2. Jahrhundert gefunden. Diese Strukturen seien aber „wenig aussagekräftig“. Doch auch der Archäologe ist überzeugt: Der heutige Holz-Steg von der Reismühler- zur Leutstettenerstraße markiere ungefähr den Brückenübergang der älteren Römertrasse. Diese ältere Fernverbindung von Bregenz kam zur Zeit des „Imperium Romanum“ aus Süden in den damaligen Militär- und Handelsort. Eine Holztafel am dortigen Baum im Badviertel erinnert noch heute an den untergegangenen römisch-keltischen Vicus „Bratanium“.

cc

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