Bahnhof Gauting
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Das „Bahnhofsumfeld Gauting“ soll von Fördermitteln profitieren.

Gemeinderat beschließt Sanierungsgebiet

Bahnhofssanierung ab 2022 - Umfeld soll schöner werden

Städtebaufördermittel über das Programm „Aktive Zentren“: Der Gautinger Gemeinderat sieht Sanierungsbedarf für das Bahnhofsareal mit Pippinplatz und Ortsmitte.

Gauting – Der Gautinger Gemeinderat hat ein neues Sanierungsgebiet für das Bahnhofsareal mit Pippinplatz und Ortsmitte beschlossen. Die gesamte Hubert-Deschler-Straße, ein kommunales Grundstück an der Westseite des Bahnhofs sowie die Gemeindegrünfläche an der Schlossstraße wurden zusätzlich in das Sanierungsgebiet aufgenommen. Über das Programm „Aktive Zentren“ werden dann Städtebaufördermittel fließen.

„Es geht um den öffentlichen Bereich“, erläuterte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Wenn künftig Bauvorhaben im Sanierungsgebiet anstünden, müssten Investoren oder Bauwerber deswegen die von der Gemeinde beauftragte Stadtplanerin Claudia Schreiber einbeziehen. Deren Kosten habe der Bauwerber zu tragen.

Die Erweiterung geht auch auf Forderungen aus dem Gemeinderat zurück. So plädierte Dr. Jürgen Sklarek (MiFü 82131) für die Einbeziehung der Hubert-Deschler-Straße. Ein kommunales Grundstück auf der Westseite des Bahnhofs am Pippinplatz sei neu einzubeziehen, ergänzte Architektin Susanne Köhler (Grüne), ebenso die gemeindliche Grünfläche neben dem Bio-Markt an der Schlossstraße. Damit 2021 begonnen werden könne, sollte die Aufnahme ins Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ beantragt werden, erläuterte die Bürgermeisterin. Ein Projekt fürs Förderprogramm wäre der Bahnhofsbereich, für den es einen Sieger-Entwurf des Büros Beer Bembe Dellinger mit Freiflächenplaner Clemens Fauth gibt. Grundlage war bekanntlich ein verkehrsberuhigter Bahnhofplatz mit attraktiven Aufenthaltsflächen, aber auch der Erhalt des historischen Bahnhof-Kopfgebäudes (wir berichteten). Im weiteren Verfahren werde das Büro von Prof. Anne Beer die Planungen begleiten.

Für Immobilienbesitzer hat die Satzung keine Auswirkungen, erklärte das Rathaus auf Nachfrage. Bauamtsleiter Rainer Härta: „Die Sanierungssatzung ist in der Fassung, wie sie jetzt vom Gemeinderat für das Verfahren der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden beschlossen worden ist, für private Grundeigentümer mit keinen Vorteilen oder Nachteilen verbunden, sondern sie ist für die Gemeinde eine Voraussetzung, für künftige gemeindliche Projekte/Planungen innerhalb des Sanierungsgebiets Städtebaufördermittel zu erhalten.“

Einmütig beschloss der Rat Projekte fürs kommende Jahr. Planerische Beratungsleistungen fürs „Bahnhofsumfeld Gauting“ werden für 10 000 Euro angemeldet. Erst ab 2022 steht die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit neuem Anbau mit 100 000 Euro auf der Agenda. Je 1,15 Millionen Euro sind für die Förder-Folgejahre 2023 und 2024 angesetzt. Bereits 2021 steht das gemeindliche Wunderl-Hofareal zwischen Würm und Starnberger Straße an. Für die „Verfahrenskoordination mit Bürgerbeteiligung“ hat der Gautinger Bauamtsleiter 50 000 Euro kalkuliert. Für alljährliche „Stadtmöblierung“ ist eine Summe von 20 000 Euro angesetzt.

Christine Cless-Wesle

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