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Wie geplant: Die Arbeiten am Sontowski-Komplex in Gauting gehen ungeachtet der Corona-Krise weiter und liegen im Zeitplan. Selbst erwartete Lieferprobleme beim Baustahl blieben aus. 

Ohne coronabedingte Verzögerung

Bauen wie geplant: Arbeiten am Sontowski-Komplex schreiten voran

Die befürchteten Engpässe bei den Stahllieferungen aus Italien blieben aus, die Bauarbeiten an Gautings größter Baustelle kommen zügig voran. Die ersten Mieter können ihre Wohnungen aller Voraussicht nach wohl schon in weniger als einem Jahr beziehen.

Gauting – Auf Gautings größter Baustelle geht es voran: Auch samstags laufen die Arbeiten am Sontowski-Komplex am Bahnhof weiter. „Die beteiligte Firma Mauss ist sehr gut strukturiert“, kommentiert Projektenwickler Johannes Pohl den auch über eine der Webkameras zu verfolgenden Baufortschritt. „Bisher haben wir keine coronabedingte Verzögerung“, betont der Geschäftsführer der Erlanger Investorengruppe. Wie geplant seien die Komplexe Märkte, Praxisflächen und 52 Mietwohnungen ab Frühsommer 2021 nach und nach bezugsfertig.

Die Erlanger Investorengruppe Sontowski & Partner war froh, als es endlich losgehen konnte. Durch den Bürgerentscheid und das lange Warten auf die Baugenehmigung hatte sich das Vorhaben um zwei Jahre verzögert . Auf dem etwa 4500 Quadratmeter großen Gelände entstehen drei fünfgeschossige Komplexe mit Lebensmittel- und Drogeriemarkt. In den darüber liegenden vier Etagen sind zwei Praxen sowie 52 Mietwohnungen für Familien, Alleinerziehende mit Kindern oder Singles vorgesehen. In der Tiefgarage – mit künftig gemeinsamer Zufahrt zur gemeindlichen Garage an der Ammerseestraße – stehen 96 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Für den Einzelhandel sind weitere 43 oberirdische Stellplätze eingeplant.

Grün für mehr Aufenthaltsqualität

Mit einem „durchdachten Begrünungskonzept“ werde die Aufenthaltsqualität dieser neuen Ortsmitte direkt beim Bahnhof aufgewertet, hieß es bei der Grundsteinlegung. „Insgesamt investieren Sontowski & Partner etwa 40 Millionen Euro“. Mit dem Mix aus Mietwohnungen und „zwei Frequenzbringern“ durch die Märkte stärke Gauting die kleinen Läden an der Bahnhofstraße und belebe sein neues Zentrum, blickt Johannes Pohl voraus.

Befürchtete Engpässe bleiben aus

Trotz Corona-Krise gebe es „keine weitere Verzögerung“, betonte Pohl auf Anfrage. Zwar sei der eine oder andere Bauleiter mal im Homeoffice, aber digital trotzdem präsent. An der Baustelle gebe es noch nicht einmal die zunächst befürchteten Engpässe bei der Stahllieferung, weil die italienischen Häfen wegen der Pandemie geschlossen sind. Denn die Baufirma, mit der der Erlanger Projektentwickler schon seit Jahren zusammenarbeite, hatte noch Stahl auf Lager. Vor Ort betrachten Passanten immer wieder Baufortschritt: Tiefgarage und Fundamente sind betoniert, die Sockelgeschosse an der Bahnhofstraße stehen schon. „Wir sind keinen Tag hintendran“, erklärt Pohl. Der Projektsteuerer sei in stetem Austausch mit dem Gautinger Bauamt – auch wenn sich jemand durch die Großbaustelle gestört fühle.

Wohnungen wohl im Frühsommer 2021 bezugsfertig

Wenn alles so gut weiterlaufe, könnten die ersten Mietwohnungen im Frühsommer 2021 bezogen werden, dann, wenn auch Lebensmittel- und Drogeriemarkt eröffnen. Erste Anfragen für die 52 Mietwohnungen (Ein- bis Vier-Zimmer-Appartements) gibt es bereits. Die Mieten werden sich je nach Ausstattung bei den ortsüblichen 15 bis 16,50 Euro pro Quadratmeter bewegen. Drei Appartements seien laut Vertrag mit der Gemeinde reserviert und kosteten 11 Euro oder 11,50 Euro. Sontowski leiste mit dem Projekt auch einen Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes.

Christine Cless-Wesle

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