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Handfest und immer lustig begeistert das neue Stück des Unterbrunner Bauerntheaters.

Premiere

Bauerntheater Unterbrunn: Die leidige Ledige ist der Star des Abends

Eine Mords-Gaudi hatte das Publikum am Freitagabend im ausverkauften Zuschauerraum der Mehrzweckhalle in Unterbrunn.

Unterbrunn– Bei der Premiere des Unterbrunner Bauerntheaters glänzte Christine Penzenstadler in der Rolle der ledigen „Tante Berta“ im Schwank „Der ledige Bauplatz“ von Regina Rösch. Als die Laien-Darstellerin, burschikos in verdreckter Latzhose und Gummistiefeln, mit brennender Zigarre und Bierflasche die Bühne betritt, hat sie die Lacher auf ihrer Seite.

Nach einem herrlich anschwellenden „Hallelujah“ des von Ulrike Leitl-Haag bestens eingestimmten Unterbrunner Männerchores „Harmonie“ geht‘s gleich zur Sache. Wie im richtigen Leben rankt sich auf der Bauernbühne alles ums leidige Erbe. Der Schwank handelt von den drei Schwestern Greulich. Per Testament sind Karola (Brigitte Rothe) und Mathilde (Silvia Geiger) dazu verpflichtet, ihre ledige Schwester Berta (Christine Penzenstadler) so lange bei sich im Haus zu behalten, bis die einen Mann gefunden hat.

Unterbrunner Bauerntheater: „Der ledige Bauplatz“ in Bildern

Doch so schnell werden die Familien die leidige Ledige nicht los. Tante Berta will nämlich gar nicht unter die Haube. Tolle Szenen folgen Schlag auf Schlag: Die genervte bucklige Verwandtschaft – allen voran die beiden Schwager Hugo (Alfons Högner), Karl-Otto (köstlich: Hubert Dietl) und dessen Sohn Kurt (Thomas Dietl) fassen einen folgenschweren Entschluss: Damit die ledige Tante endlich unter die Haube kommt, statten sie die stolze „Jungfrau mit über 40“ mit einem Bauplatz aus.

Die Dinge nehmen ihren Lauf: Dank des Bauplatzes rücken dann doch die Freier an. Obendrein gewinnt die Berta noch satt im Lotto - und auf ihrem Baugrundstück soll auch noch eine lukrative Ölquelle sprudeln. Der vergnügliche Schwank mündet in eine herrliche Schlussszene: Der bärtige Metzger Hugo (Alfons Högner) ist als rot-gold verschleierte Haremsdame zu bewundern. Und die geläuterte Berta – attraktiv in schwarzem Kleid und High Heels – entscheidet sich doch für ihren Nachbarn Franz (Thomas Ruhbaum): Bravorufe und Applaus sind der verdiente Lohn.

Weitere Aufführungen des Unterbrunner Bauerntheaters sind am 24., 25. und 26. März, jeweils 20 Uhr in der Mehrzweckhalle.     cc

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