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Die Nutzung der Wiese an der Pötschener Straße für die Wohncontainer der Bauarbeiter stört Dr. Hans-Jürgen Bruer (Foto) nicht.  Seine Nachtruhe beendet allerdings der Lärm, den Bagger und Kieslaster  verursachen. 

Pötschener Straße in Gauting

Bagger und Kieslaster beenden Nachtruhe abrupt

„Der Lärm geht oft um 7 Uhr in der Früh los“, bedauerte Dr. Hans-Jürgen Bruer in der Bürgerfragestunde vor Beginn der Gautinger Gemeinderatssitzung am Dienstagabend seine verkürzte Nachtruhe. Denn an der Pötschener Straße in Gauting West, gleich gegenüber von seinem Hauseingang, hat die Kanalbau-Firma Wadle einen vorübergehenden Lagerplatz eingerichtet.

Gauting – Wie lange das denn noch mit dem Lärm der anfahrenden Kieslaster gehe, wollte Bruers Nachbar Hans Hofstetter von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger wissen. In deren Brief an die Anwohner habe es geheißen, bis Ende März 2017 werde die Wiese südlich des früheren Apparatebau-Geländes noch als Lagerplatz genutzt, sagte Hofstetter. Inzwischen gehe es auf Ende Juni zu, und der Lagerplatz mit Wohncontainern für die Arbeiter sei immer noch im Betrieb. Die vom Lärm der schon frühmorgens anfahrenden Kieslaster betroffenen Anwohner seien über die Verlängerung dieser Nutzung gar nicht informiert worden. „Wie lange bleiben die denn da?“, fragte Hofstetter. „Ich wohne direkt neben dem Eingang zum Lagerplatz“, ergänzte Dr. Hans-Jürgen Bruer.

Die Firma Wadlebau, deren Mitarbeiter schon um 7 Uhr auf dem Lagerplatz tätig sind, ist für die Wasserleitungs- und Kanalarbeiten an der Grubmühlerfeldstraße im Gautinger Ortskern zuständig. Von dort wird der Kies-aushub zum Lagerplatz an der Pötschener Straße gekarrt und zwischengelagert, bis der Aushub zur Verfüllung der Baugrube wieder zurückgefahren werde.

„Das tut mir leid“, bedauerte die Bürgermeisterin in der öffentlichen Fragestunde. Im Rathaus habe es offenbar ein Kommunikationsproblem mit den betroffenen Anliegern an der Pötschener Straße gegeben. Die Kanalbaufirma aus Niederbayern bleibe noch ein weiteres Jahr in Gauting. Denn Wadlebau habe eine weitere Ausschreibung des Würmtalzweckverbands (WZV) gewonnen. „Wir haben schon eine Fläche im Außenbereich vorgeschlagen“, erinnerte die Rathauschefin an den nicht genehmigten Lagerplatz auf der Zirkuswiese an der Fleckhamer Straße in Stockdorf. Aber die Gemeinde müsse ein für Bebauung freigegebenes Grundstück anbieten. Auf der jetzt als Lagerplatz genutzten Wiese hinter dem ehemaligen Apparatebau-Areal soll bezahlbarer Wohnraum entstehen.

Christine Cless-Wesle

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