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Ein Eichen-Setzling für den Hambacher Forst: Bei der Übergabe in Gauting waren unter anderem dabei (vorne v.l.): Astrid Pfeiffer (BI Walderhalt Würmtal), Sabine Karmazin (BI Walderhalt Gauting), Malwina Andrassy (BI Walderhalt Neuried), Sina Reisch (Ende Gelände) und „Mo“ (Aktivist von Ende Gelände). 

Solidarischer Austausch

Gautinger Bürgerinitiative schickt Eichensetzling in den Hambacher Forst

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Eine Initiative von Bürgern aus Gauting kämpft seit einiger Zeit gegen den geplanten Kiesabbau im Neurieder Forst Kasten. Nun setzen sie mit Aktivisten, die sich für die Erhaltung des Hambacher Forsts engagieren, ein Zeichen.

Gauting/Neuried – Eine Eiche aus Gauting soll im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen zwischen Köln und Aachen aufwachsen. Seit mehreren Monaten kämpft eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Kiesabbau im Neurieder Forst Kasten. Im Rahmen der „Fridays for Future“ kamen die Würmtaler mit Aktivisten in Kontakt, die sich für die Erhaltung des wegen Braunkohle-Abbaus von der Rodung bedrohten Hambacher Forsts einsetzen. Das Vorhaben ist derzeit gestoppt. Als Symbol der gegenseitigen Wertschätzung tauschen die beiden Gruppen nun jeweils einen Baumsetzling aus, der im jeweils anderen Wald eingepflanzt wird.

Am Dienstagvormittag überreichten die Würmtaler eine kleine Eiche, die von einer Eichel aus dem Areal der ehemaligen Grundschule am Gautinger S-Bahnhof stammt und im Hambacher Forst eingesetzt wird, wie Sina Reisch von der Aktion „Ende Gelände“ erklärt. Umgekehrt erhalten die Neurieder am Sonntag, 7. Juli, einen Buche-Setzling, der dann am Eingang des Forst Kasten eingepflanzt wird. Am Sonntag, 30. Juni, gibt es zur gleichen Uhrzeit einen Spatenstich für die kleine „Grube“, in der der Baum eingepflanzt wird.

Die Bürgerinitiative ist optimistisch, den geplanten Kiesabbau verhindern zu können

Die Bürgerinitiative ist optimistisch, dass sie den Kiesabbau nordöstlich Neurieds noch verhindern kann und plant mehrere Aktionen wie eine weitere Teilnahme an den „Fridays for Future“ und öffentliche Waldspaziergänge. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und die Firma Glück werden kontaktiert. Die Verantwortlichen sollen so zum Umdenken bewogen und vor allem viele Bürger über den Kiesabbau informiert werden. Derzeit vernetzt sich die Neurieder Initiative mit Aktivisten aus anderen Würmtal-Gemeinden. „Wir kämpfen aber auch insgesamt für den Wald, der ein wichtiger Lebensraum ist“, sagt Malwina Andrassy von „Bürger gegen Kiesabbau im Neurieder Wald“. In den vergangenen Jahren sei insgesamt zu viel abgeholzt wurden, Wiederaufforstung geschehe zu wenig „und ist unserer Ansicht nach auch wegen zu wenig vorhandenem Auffüllmaterial gar nicht ausreichend möglich“, sagt Andrassy. 

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