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Fantastisches Trio (v.l.): Annelie Herrmann, Hans Hubert Gerards und Hayko Siemens.

Kirchenmusikverein

Besondere Ehren zum Jubiläum

Ein hochkarätiges Trio spielte in der Christuskirche Gauting Bach und mehr - Anlass war das 20-jährige Bestehen des Kirchenmusikvereins.

Gauting – Mit der fantastisch intonierten Toccata d-moll von Bach erwies der Münchner Hayko Siemens den Gautingern eine große Referenz: Beim Jubiläumskonzert „20 Jahre Evangelischer Kirchenmusikverein“ beeindruckte der Organist am Samstag mit seinem wunderbaren Spiel auf der „Königin der Instrumente“ in der Christuskirche. Leider war dieses hochkarätig besetzte Konzert mit gerade mal 51 Zuhörern nicht ausverkauft. Schade. Zum Auftakt erklang Händels barock-festliche Sonate für Flöte und Orgel in g-moll. Siemens ließ der vielseitig begabten Starnberger Flötistin Annelie Herrmann genügend Raum: Zum Basso continuo der gedämpften Orgel war so von der Empore aus das vom ersten Ton an berührend geblasene Larghetto zu hören. Zum Finale mündet die Komposition ins pointierte, beschwingte Presto.

Mit den drei Flötenuhrstücken für Orgel von Haydn entfaltete Siemens, langjähriger Kirchenmusikdirektor an der evangelischen Bischofskirche St. Matthäus und Leiter des Münchner Motettenchors, den gesamten frühromantischen Klangreichtum des Gautinger Instruments. Temporeich intonierte der Organist das mitreißende Menuett. Außergewöhnlich: In einer Bearbeitung des Trompeters und Münchner Arztes Hans Hubert Gerards erklang ein Lied aus der Bach-Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“. Mit gedämpfter Flöte (Herrmann) und Trompete (Gerards) bot das Trio eine ganz neue Variante. Mit fantastischen Klangbögen überzeugten Flötistin und Organist in der von Siemens bearbeiteten „Vocalise“ von Rachmaninow.

Doch Bach bleibt unübertroffen: Als Siemens mit der berühmter Toccata in m-Moll die reichen Klang-Facetten der Lenter-Orgel virtuos entfaltet, bleibt kein Wunsch offen. Doch das begeisterte Publikum erklatscht sich noch eine Zugabe: Zum Finale interpretieren die drei Musiker ein dunkles „Gebet“ des schwedischen Organisten Oskar Lindberg.

Von Christine Cless-Wesle

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